P2P Kredite und der Krieg in der Ukraine: Wie geht es jetzt weiter?

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Mit dem Krieg in der Ukraine stehen viele P2P Kredite Plattformen, erst zwei Jahre nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie, erneut vor einer großen Herausforderung. Durch die vom Westen gegenüber Russland verhängten Sanktionen sind sowohl der russische als auch der ukrainische Kreditmarkt als Hochrisikogebiete mit erhöhter Ausfallwahrscheinlichkeit einzuschätzen.

In diesem Artikel werde ich darauf eingehen wie stark die einzelnen P2P Kredite Plattformen von dem Krieg in der Ukraine betroffen sind, welche Reaktionen und Maßnahmen es bereits gegeben hat und wie ich die Situation persönlich einschätze.

Da die Entwicklungen sehr dynamisch verlaufen, werde ich den Artikel fortlaufend aktualisieren. Ein regelmäßiger Blick kann also nicht schaden. Weitere Updates und tagesaktuelle Informationen erfährst Du in der P2P Kredite Community auf Facebook.

Letzte Aktualisierung: 31.03.2022


Bondora ohne Auswirkungen durch Ukraine-Krieg

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Bondora solidarisiert sich mit der Ukraine.

Die Kreditmärkte von Bondora (5 EUR Bonus) befinden sich in Estland, Finnland und Spanien. Insofern hat der Krieg in der Ukraine maximal einen indirekten Einfluss auf die estnische P2P Plattform, die bis jetzt keine Einschränkungen im operativen Tagesgeschäft bemerkt hat. Den einzigen negativen Einfluss könnte es mittelfristig geben, wenn die wirtschaftliche Auswirkungen des Krieges auch bis in das Baltikum oder Skandinavien vordringen.

Bondora wird die Situation weiterhin eng verfolgen aufmerksam beobachten. In der Zwischenzeit hat man Umzugshilfen für Familien von betroffenen Mitarbeitern organisiert und auch eine Spende an eine NGO getätigt, die humanitäre Hilfe für Bedürftige in der Ukraine anbietet.

In einem Live Q&A ist Bondora CEO Pärtel Tomberg auf eine Reihe von Fragen eingegangen. Aktuell stehen die Zeichen weiterhin auf Wachstum, mit neuen Produkten und dem Start in mindestens drei weiteren Kreditmärkten.

Zusammenfassung: So ist der aktuelle Stand

Einfluss auf das KreditgeschäftReaktionen und MaßnahmenPersönliche EinschätzungWeitere Informationen
  • Bondora vergibt keine Kredite in Russland, der Ukraine oder Weißrussland.
  • Auswirkungen auf das Kreditportfolio sind soweit nicht bekannt.
  • Die wirtschaftliche Abhängigkeit von den Kreditnehmermärkten zu Russland ist sehr gering (vier bis fünf Prozent der Exporte).
  • Bondora wird von dem Krieg in der Ukraine kaum bis gar nicht betroffen sein.

Debitum mit 1,9 Mio. Euro in Gefahr

Der Kreditgeber Chain Finance, der seit der Gründung von Debitum (25 EUR Bonus) mit dabei ist, hat aktuell ein ausstehendes Kreditportfolio in Höhe von 1,9 Mio. Euro in der Ukraine. Sowohl ein Zahlungsaufschub als auch teilweise oder vollständige Verluste der Investitionen sind momentan denkbar.

Ob und wie viele Kredite allerdings in Zahlungsverzug geraten werden, dafür ist es aktuell noch zu früh. Die ersten Rückzahlungen der Kredite stehen erst Ende Mai 2022 an.

Was Hoffnung machen könnte: Bei dem Kreditnehmer handelt es sich um ein Unternehmen welches Leasing für hochwertige Autos anbietet, die auch über ein integriertes GPS-System verfügen. Nach dem letzten Kenntnisstand befindet sich ein Großteil davon – seit der Invasion – in Bewegung. Weil die Autos aktuell auch als Fluchttransport genutzt werden, wird man bis auf weiteres auch nicht die besicherten Vermögenswerte einziehen. Aus Investoren-Sicht könnte es also zu einem Geduldspiel werden.

Zusammenfassung: So ist der aktuelle Stand

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  • Durch den Kreditgeber Chain Finance sind 1,9 Mio. Euro in Gefahr.
  • Nach dreieinhalb Jahren mit weißer Weste könnte Investoren der erste Kapitalverlust drohen.
  • Der Ausgang wird maßgeblich von der weiteren Entwicklung des Krieges abhängig sein.

EstateGuru ohne größere Auswirkungen durch Ukraine-Krieg

Hat der Krieg in der Ukraine einen Einfluss auf EstateGuru (0,5% Cashback)? Nein, zumindest nicht auf den ersten Blick. Die Entwicklung in den unterschiedlichsten Kreditmärkten, wozu weder die Ukraine noch Russland gehören, laufen soweit stabil. Zudem gebe es aktuell auch keine operativen Einschränkungen für die in Estland ansässige Plattform.

Bei eigens durchgeführten Stress-Tests kam die Plattform zu dem Ergebnis, dass die Immobilienbewertungen in allen Märkten um ca. 45% fallen müssten, damit es sichtbare Auswirkungen auf die Performance bei den Investoren geben würde.

„Our team executes regular stress tests and according to our current estimates the real estate markets in all of the countries in which we operate would need to go down an average of at least 45% before our investors’ portfolios are affected.“

Gleichzeitig kündigte die Plattform viele aufregende und positive Entwicklungen an. Dazu gehört die Kooperation mit der Raisin Bank in Deutschland, die neue Büro-Eröffnung von EstateGuru in Manchester (England) und die Fortschritte des Kapitalmarktteams bei der Gewinnung von institutionellen Investoren.

Zusammenfassung: So ist der aktuelle Stand

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  • Nicht direkt, da sich alle Kreditmärkte außerhalb der vom Krieg betroffenen Länder befinden.
  • Indirekte Auswirkungen gibt es aufgrund von Lieferengpässen bei Rohstoffen und Baumaterialien aus der Ukraine, Russland und Weißrussland, was zu längeren Wartezeiten führt. Zudem sind die Preise für Stahl- und Holzprodukte gestiegen, was insgesamt einen Einfluss auf die Kreditnehmer bei EstateGuru (Immobilienentwickler und Bauunternehmen) haben wird.
  • Offener Brief vom EstateGuru CEO.
  • Durchführung von Stress-Tests bezüglich möglicher Marktschwankungen. Erst ein durchschnittlicher Wertverlust der von Immobilien von +45% würde negative Einflüsse auf die Performance besitzen. 
  • Der Krieg in der Ukraine sollte keinen spürbaren Einfluss auf EstateGuru haben.

LendSecured profitiert von steigenden Getreidepreisen

LendSecured (1% Cashback) ist eine der wenigen Plattformen, die indirekt aufgrund der Auswirkungen des Krieges profitieren. Aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine ist zuletzt der globale Handel von Getreideerzeugnissen stark eingeschränkt worden, wodurch die Preise zuletzt explodiert sind. Am Terminmarkt wird eine Tonne Weizen aktuell für +400 Euro gehandelt, was einem Anstieg von mehr als 150 Euro seit der Invasion Russlands in die Ukraine bedeutet.

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Die Sicherheiten auf LendSecured sind durch die steigenden Getreidepreise erhöht worden.

Was man dazu wissen sollte ist, dass Russland und die Ukraine zusammen ca. 30% der Weltexporte von Weizen und Gerste repräsentieren. Die Ukraine allein betrachtet ist hingegen der viertgrößte Exporteur von Mais, der fünftgrößte Lieferant bei Weizen und die Nummer drei bei Gerste.

Welche Auswirkungen hat das jetzt für LendSecured? Aktuell sind ca. 50% des ausstehenden Kreditportfolios auf LendSecured durch Kaufverträge für Getreideerzeugnisse besichert. Da der Wert dieser Sicherheiten nun deutlich gestiegen ist, sinken somit auch die Ausfallrisiken für die Investoren. Abgesehen davon, dass der durchschnittliche LTV ohnehin schon bei starken 40% gelegen hat.

Und auch bei der Neukreditvergabe sehen die Perspektiven nicht so schlecht aus. Zwar erhöhen sich jetzt durch den Preisanstieg für Getreide die Produktionskosten für die Kreditnehmer, allerdings können jetzt mit der Ernte auch höhere Erträge erzielt werden. Insofern sollte die Entwicklung beim Angebot Hand in Hand gehen.

Zusammenfassung: So ist der aktuelle Stand

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  • Ja, allerdings im positiven Sinne.
  • Durch den Anstieg der Getreidepreise sinkt der LTV vieler Kredite auf der Plattform.
  • LendSecured ist eine der wenigen Plattformen, die indirekt von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine profitiert.

Mintos mit acht suspendierten Kreditgebern

Der Krieg in der Ukraine wird einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Investoren bei Mintos haben. Nachdem Russland am 24. April 2022 in die Ukraine einmarschiert ist, hat Mintos sämtliche Neuinvestitionen auf dem Primärmarkt in russische oder ukrainische Kredite ausgesetzt. Insgesamt sind von diesen Einschränkungen acht Kreditgeber betroffen (Creditter, DoZarplati, EcoFinance, Kviku, Lime, Mikro Kapital, Mokka und SOSCREDIT).

Zudem sind von Mintos weitere Maßnahmen getroffen worden:

  • Streichung aller Unternehmen aus den Mintos-Strategien, die in Russland und der Ukraine Kredite vergeben
  • Kein Währungsumtauschs von und nach russischen Rubel, gültig für alle Währungen
  • Über den Sekundärmarkt von Mintos können weiterhin Kredite aus Russland und der Ukraine ge- und verkauft werden
  • Russische und ukrainische Kredite aus den Mintos-Strategien sind nicht für die Standardauszahlung verfügbar. Liquidität kann lediglich durch den Verkauf auf dem Zweitmarkt erzielt werden.

Zusammenfassung: So ist der aktuelle Stand

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  • Acht Kreditgeber auf dem Mintos-Marktplatz vergeben Darlehen in Russland oder der Ukraine.
  • Ca. 60 Mio. Euro an russischen Krediten sind auf Mintos ausstehend, was 15% des gesamten Portfolios entspricht.
  • Investoren verkaufen ihre Kredite auf dem Sekundärmarkt mit bis zu 50% Abschlag.
  • Das Angebot am Sekundärmarkt ist dreifach so hoch wie auf dem Primärmarkt.
  • Suspendierung von russischen und ukrainischen Krediten vom Primärmarkt.
  • Streichung aller Unternehmen aus den Mintos-Strategien, die in Russland und der Ukraine Kredite vergeben (+ keine Standardauszahlung für diese Kredite verfügbar).
  • Kein Währungsumtauschs von und nach russischen Rubel (gültig für alle Währungen).
  • Die Zinssätze sind auf bis zu 16% angestiegen.
  • Man arbeitet daran sanktionskonforme Überweisungs-Alternativen für die Kreditnehmerrückzahlungen zu finden.
  • Alle Entwicklungen und Updates auf dem Mintos-Blog.
  • Mintos ist sehr stark von den Auswirkungen des Krieges betroffen.
  • Der Berg an Krediten im Rückgewinnungsprozess wird demnächst wieder ordentlich ansteigen.

PeerBerry am stärksten vom Ukraine-Krieg betroffen

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PeerBerry solidarisiert sich mit der Ukraine.

Der Krieg in der Ukraine besitzt einen massiven Einfluss auf PeerBerry (0,5% Cashback). Insgesamt gibt es neun Kreditgeber auf dem Marktplatz, die ihre Kredite in der Ukraine anbieten. Das ausstehende Kreditportfolio in Russland und der Ukraine beträgt ca. 42 Mio. Euro (Stand: 15.03.2022), was 47% der offenen Forderungen bedeutet.

Das oberste Ziel sei es laut PeerBerry, dass den Investoren keine Kapitalverluste entstehen. Aktuell geht PeerBerry davon aus, dass die offenen Forderungen der vom Krieg betroffenen Kredite innerhalb von 24 Monaten vollständig zurückgezahlt werden können.

Eine ausführliche Bestandsaufnahme vom 19.03.2022, inkl. Analyse und persönlicher Einschätzung, gibt es in diesem Artikel.

Zusammenfassung: So ist der aktuelle Stand

Einfluss auf das KreditgeschäftReaktionen und MaßnahmenPersönliche EinschätzungWeitere Informationen
  • 12 Kreditgeber sind auf PeerBerry von dem Krieg in der Ukraine und den Sanktionen gegenüber Russland betroffen.
  • Ca. 42 Mio. Euro an Investoren-Gelder sind von dem Krieg in der Ukraine betroffen (Stand: 18.03.2022).
  • Russische und ukrainische Kredite machen aktuell einen Anteil von 47% beim ausstehenden Kreditportfolio auf PeerBerry aus.
  • PeerBerry und seine Partner stehen vor einer Herkules-Aufgabe, die größer sein wird als nach dem Ausbruch der Pandemie.
  • Die Plattform ist mit Abstand am härtesten von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine betroffen.
  • Zahlungsverzögerungen scheinen unausweichlich zu sein und auch eine vollständige Rückzahlung kann bis auf weiteres nicht garantiert werden.
  • Meine Ausführliche Analyse und Einschätzung (Stand: 19.03.2022)

Robocash Holding mit deutlichen Umsatz-Rückgängen

Der Krieg in der Ukraine besitzt nur einen eher indirekten Einfluss auf Robocash (1% Cashback), da sich die Kreditmärkte der P2P Plattform allesamt außerhalb der Ukraine und Russland befinden. Die Plattform hat ihren geschäftlichen Sitz in Kroatien, man arbeitet mit einer niederländischen Bank für die Zahlungsabwicklung zusammen und der Sitz der Robocash Holding befindet sich in Singapur.

Dennoch ist der Mutterkonzern von den Ereignissen des Krieges in der Ukraine betroffen. Insbesondere aufgrund der Sanktionen gegenüber Russland, wo die Robocash Gruppe zuletzt 60% seiner Umsätze erzielt hat. Das Ziel, dass man 2022 einen Netto-Gewinn von 45 Mio. US-Dollar erzielen will (2020: 24 Mio. US-Dollar), scheint unter den aktuellen Umständen durchaus ambitioniert zu sein.

Da die Vermögenswerte und die Verbindlichkeiten in Russland ausschließlich aus dem russischen Rubel bestehen, hat der Währungsabfall in erster Linie keinen negativen Einfluss. Zugleich besteht die Möglichkeit, dass es demnächst zu einer Erhöhung der Zinssätze kommen wird. Hier hatte Robocash angekündigt, dass man den Marktbewegung sicherlich folgen werde.

Zusammenfassung: So ist der aktuelle Stand

Einfluss auf das KreditgeschäftReaktionen und MaßnahmenPersönliche EinschätzungWeitere Informationen
  • Die Plattform selbst ist mit seinen vertretenen Kreditgebern nicht von dem Konflikt betroffen.
  • Indirekte Auswirkungen sind allerdings vorhanden, da 60% des Umsatzes von der Robocash Gruppe zuletzt in Russland erzielt worden sind.
  • Die P2P Kredite Plattform sollte keine direkten Auswirkungen durch den Ukraine-Krieg spüren.
  • Allerdings sollte man die Entwicklung der Muttergesellschaft kritisch hinterfragen.

TWINO muss für russischen Kreditgeber einspringen

Der Krieg in der Ukraine hat insofern einen Einfluss auf TWINO (15 Euro Bonus), als dass die Plattform immer sehr aktiv im russischen Kreditmarkt unterwegs gewesen ist. Aufgrund der Sanktionen gegenüber Russland, dem eingeschränkten Zahlungsverkehr, dem Währungsabfall und den schwachen wirtschaftlichen Aussichten, ist Twino durchaus von diesen Entwicklungen betroffen. Historisch hatte Twino immer einen großen Anteil des Kreditportfolios in Russland. Glücklicherweise hatte sich dieser zuletzt wieder deutlich reduziert.

Zuletzt sind folgende Maßnahmen von Twino verabschiedet worden:

  • Die Rückzahlung aus Investitionen in russische Kredite musste vorübergehend gestoppt werden, aufgrund der Einführung von Kreditferien in Russland und Problemen beim Zahlungsverkehr.
  • Die Zinszahlungen werden vorübergehend von TWINO übernommen und wie gewohnt fortgesetzt.
  • Aussetzung der Neukreditvergabe von russischen Krediten auf dem Primärmarkt (inkl. Aussetzung der Option „Währungseinfluss“)
  • Der Kauf und Verkauf russischer Kredite ist nach wie vor auf dem Zweitmarkt möglich
  • Es wurde ein Aktionsplan gestartet, um die Investments in Europa, Asien und in Immobilienprojekte zu erhöhen

Zusammenfassung: So ist der aktuelle Stand

Einfluss auf das KreditgeschäftReaktionen und MaßnahmenPersönliche EinschätzungWeitere Informationen
  • 19% des ausstehenden Kreditportfolios kommen aus Russland.
  • Die Rückzahlungen der Kreditnehmer sind soweit stabil, allerdings gibt es zunehmende Probleme und Einschränkungen beim Zahlungsverkehr.
  • Die Einführung von Kreditferien sorgt für einen zunehmenden Rückzahlungsstau.
  • Suspendierung von russischen Krediten vom Primärmarkt (inkl. Abstellung der Option „Währungseinfluss“).
  • Die Rückzahlung aus Investitionen in russische Kredite musste vorübergehend gestoppt werden (Ursachen: Einführung Kreditferien und Probleme beim Zahlungsverkehr).
  • Die auflaufenden Zinszahlungen werden von TWINO übernommen und wie gewohnt fortgesetzt.
  • Russische Kredite können um sechs Intervalle mit jeweils 30 Tagen verlängert werden.
  • Zum Glück hat sich Twino im Jahr 2021 weiter von seiner starken Abhängigkeit zum russischen Kreditmarkt gelöst.
  • Plattform als auch Investoren wird das Thema noch länger beschäftigen, bis alle Rückzahlungen geleistet worden sind.

VIAINVEST ohne negative Auswirkungen 

Die Kreditmärkte von VIAINVEST (10 Euro Bonus) befinden sich ausschließlich in Europa und Asien. Die Entscheidung nicht in den CIS-Märkten aktiv zu sein (Nachfolgestaaten der Sowjetunion, ausgenommen die baltischen Länder) sei damals bewusst getroffen worden, um geopolitische Risiken oder starke Währungsschwankungen zu vermeiden.

Aber auch wenn die Kreditmärkte nicht direkt von dem Krieg in der Ukraine betroffen sind, so können die wirtschaftlichen Folgen des Krieges durchaus auch im Baltikum zu spüren sein. Insofern beobachtet man die Situation in der Ukraine weiterhin sehr aufmerksam. Der Ausblick ist allerdings vorsichtig-positiv, da man bereits mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie eine harte Bewährungsprobe hinter sich gebracht hat.

Zusammenfassung: So ist der aktuelle Stand

Einfluss auf das KreditgeschäftReaktionen und MaßnahmenPersönliche EinschätzungWeitere Informationen
  • Keine. Die Kreditmärkte von VIAINVEST befinden sich ausschließlich in Europa und Asien.
  • Indirekte Folgen für die Wirtschaft im Baltikum können einen Effekt besitzen.
  • Aufmerksame Verfolgung der Situation; keine öffentliche Stellungnahme.
  • VIAINVEST sollte von dem Krieg in der Ukraine weites gehend unberührt bleiben.

Welche P2P Plattform ist wie stark vom Ukraine-Krieg betroffen? 

„Profiteur“:

  • LendSecured (Ansteigende Getreidepreise sorgen für größere Sicherheiten bei Kreditnehmern)

Neutral / Kein direkter Einfluss:

  • Bondora (Kein Kreditgeschäft in betroffenen Ländern + geringe wirtschaftliche Abhängigkeiten)
  • Viainvest (Kein Kreditgeschäft in betroffenen Ländern + geringe wirtschaftliche Abhängigkeiten)
  • EstateGuru (Kein Kreditgeschäft in betroffenen Ländern)

Neutral / Indirekter Einfluss:

  • Robocash (P2P Plattform ohne Kreditgeschäft in betroffenen Ländern; allerdings Abhängigkeiten beim Mutterkonzern)

Direkt betroffen / Ausfallrisiken bestehen:

  • Mintos (+60 Mio. Euro russische Kredite; +8 Mio. Euro weißrussische Krediten; +X Mio. Euro ukrainische Kredite)
  • PeerBerry (+42 Mio. Euro an russischen und ukrainischen Krediten)
  • Twino (19% des ausstehenden Kreditportfolios in Russland)
  • Debitum (1,9 Mio. Euro durch ukrainische Kredite bei Chain Finance)

P2P Kredite und der Ukraine Krieg: Das Video zum Artikel


FAQ: P2P Kredite im Ukraine Krieg

✅ Welche Auswirkungen hat der Ukraine-Krieg für P2P Kredite?

Durch die vom Westen gegenüber Russland verhängten Sanktionen sind sowohl der russische als auch der ukrainische Kreditmarkt als Hochrisikogebiete mit erhöhter Ausfallwahrscheinlichkeit einzuschätzen.

✅ Wie stark sind die P2P Kredite Plattformen vom Krieg in der Ukraine betroffen?

Einige P2P Plattformen hat es sehr hart hart getroffen. Dazu gehören in erster Linie PeerBerry, Mintos und Twino. Aber auch bei Debitum gibt es die Gefahr von Kreditausfällen. Insgesamt sind mehr als 100 Mio. Euro an Anlegergeldern in Gefahr.

✅ Welche Reaktionen und Maßnahmen gab es bis jetzt?

Alle P2P Plattformen haben bis auf weiteres die Kreditvergabe in Russland und der Kredite eingestellt. Bei den meisten Anbietern können diese aktuell nur über den Zweitmarkt verkauft werden.

✅ Wie sollten Investoren jetzt reagieren?

In den meisten Fällen bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten wie sich der Krieg entwickeln wird und wie die Rückgewinnungen ablaufen werden. Informationen zu den aktuellen Entwicklungen findest Du auf dieser Seite.


Weitere Informationen zu besprochenen P2P Plattformen

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