Die seit Mai 2023 auf EU-Ebene regulierte Crowdfunding Plattform hat bis zum Zeitpunkt der Corona Pandemie einen nachhaltigen und konservativen Wachstumskurs verfolgt, welcher Estateguru zu einem soliden Investment in volatilen Zeiten gemacht hat. Durch den aggressiven Wachstumskurs ab 2021, insbesondere mit der Expansion in Deutschland, hat sich die Performance des Kreditportfolios massiv verschlechtert. In der Spitze haben sich 135+ Mio. Euro an Krediten im Inkasso befunden, was zeitweise mehr als 60% des verwalteten Kredit-Portfolios betroffen hat. Nachfolgend sind alle wichtigen Zahlen und Informationen über Estateguru kompakt zusammengefasst. Nachdem er aus erster Hand immer wieder mitbekommen hat, dass die Immobilien-Finanzierungen bei Banken nur sehr langsam vorangegangen oder trotz ausreichender Sicherheiten teilweise nicht bewilligt worden sind, entstand daraufhin die Idee einen alternativen Marktplatz für Immobilienfinanzierungen zu gründen. Zusammen mit seinen beiden Partnern, Kaspar Kaljuvee (heute CRO) und Marko Arro (heute CFO), gründete er daraufhin die Plattform Estateguru. Estateguru ist eine in Estland gegründete P2P Plattform, die sich auf die Finanzierung von immobilienbesicherten Krediten in Europa spezialisiert hat. Anders als Plattformen für unbesicherte Konsumkredite vermittelt Estateguru überwiegend kurz- bis mittelfristige Darlehen an Bauträger und kleine bis mittlere Unternehmen, die als Sicherheit eine erstrangige Hypothek auf eine Immobilie hinterlegen. Investoren können sich bereits mit kleinen Beträgen an diesen Projekten beteiligen und partizipieren im Gegenzug an den Zinszahlungen der Kreditnehmer. Ein wachsender Teil der Einnahmen steht inzwischen in direktem Zusammenhang mit der schlechten Portfolio-Performance. Durch die zahlreichen verspäteten oder ausgefallenen Kreditprojekte sind Umsätze aus Verlängerungsgebühren, Strafgebühren sowie aus Schuldenmanagement und Schuldenrealisierung stark gestiegen. Seit 2020 finanziert sich Estateguru auch zunehmend über seine Investoren. Dazu zählen eine Transaktionsgebühr von 1% für den vorzeitigen Verkauf von Projekten über den Sekundärmarkt, eine Inaktivitätsgebühr von 10 Euro pro Monat (fällig nach 12 Monaten Inaktivität), eine Vermögensverwaltungsgebühr von bis zu 0,96% p.a. sowie eine Abhebungsgebühr von 3 Euro. In der Vergangenheit gab es drei persönliche Treffen mit dem Estateguru Team in Tallinn: Im Oktober 2018, im September 2022 sowie zuletzt im Mai 2024 im Rahmen meiner P2P Kredite Reise 2024. Das letzte Gespräch fand mit dem damaligen CEO Mihkel Stamm statt und war inhaltlich sehr aufschlussreich. Im Mittelpunkt standen die Rückgewinnungen aus dem deutschen Portfolio, die Entwicklung der Plattform nach der aggressiven Expansion sowie die Finanzkennzahlen für 2023. Besonders spannend waren die Einblicke zum Deutschland-Thema, wo es unter anderem um die laufenden Rückgewinnungsprozesse, die zu erwartenden Kapitalverluste sowie die internen Ermittlungen gegen ehemalige Mitarbeiter ging. P2P Kredite sind eine dynamische Anlageklasse, bei der man als Investor stets informiert bleiben sollte. Aktuelle News und Neuigkeiten rund um Estateguru gibt es auf meiner P2P Kredite News-Seite, auf der ich parallel auch weitere Plattformen bespreche. Alternativ kannst Du meinen Telegram-Kanal oder meine WhatsApp-Gruppe abonnieren (beide kostenlos), um immer tagesaktuelle Informationen zu erhalten, sobald es neue Entwicklungen gibt. Wer sind die wichtigsten Gesellschafter hinter den Kulissen bei Estateguru? Und welche Personen leiten das operative Management der Plattform? Mehr dazu in den folgenden Abschnitten meiner Estateguru Erfahrungen. Schaut man im estnischen Unternehmens-Register nach, findet man für dieses Unternehmen eine Vielzahl an unterschiedlichen Gesellschaftern. Zu den größten Anteilseignern gehören: Gemäß IFRS-Standards handelt es sich bei Marek Pärtel um den letztlich begünstigten Eigentümer von Estateguru. Eine lange Einarbeitungs- oder Eingewöhnungszeit wird Daniil Aal wohl nicht benötigen, schließlich ist er zuvor bereits seit 10 Jahren für Estateguru in diversen Positionen tätig gewesen, zuletzt als COO. Etwas enttäuschend war seine erste Veröffentlichung in neuer Position auf LinkedIn, wo die Verbesserung der Inkassoprozesse und Fortschritte bei den Rückgewinnungen des ausgefallenen Portfolios nicht zu seinen vier Hauptpunkten für die weitere Entwicklung dazugehörte. Bei Estateguru können sich sowohl natürliche als auch juristische Personen auf der Website anmelden. Zu den Voraussetzungen gehören lediglich ein Mindestalter von 18 Jahren und ein europäisches Bankkonto. Von diesem werden dann Gelder auf das Lemonway Konto überwiesen, der Partner-Bank der Plattform. Der Registrierungsprozess ist bei Estateguru sehr einfach und intuitiv gestaltet. In den nachfolgenden Abschnitten möchte ich Dir aufzeigen, was Investoren über die Immobilienkredite auf Estateguru wissen sollten und was es zu beachten gilt. Dazu gehört unter anderem die Funktionsweise vom Auto Invest und welche Renditen Investoren realistisch erzielen können. Auf Estateguru können Kreditnehmer (Projektentwickler) eine Hypothek aufnehmen. Für Investoren entsteht dadurch die Möglichkeit in drei unterschiedliche Kreditarten zu investieren: Aktuell bietet Estateguru Kreditfinanzierungen in acht unterschiedlichen Ländern an. Neben den baltischen Ländern gehören dazu auch Finnland, Deutschland, Spanien, Portugal und Schweden. Zu den größten Finanzierungs-Quellen für die Kredite zählen in erster Linie Privatanleger, High Net Worth Individuals und Family Offices. Der Anteil an Finanzierungen durch institutionelle Investoren, der im den letzten Jahren zunehmend angestiegen ist und teilweise bei bis zu 30% des Gesamt-Portfolios lag, ist mittlerweile auf 5% gesunken. Für Anleger von Estateguru sind in den letzten Jahren viele Gebühren hinzugekommen. Hier eine Übersicht: Besonders die Einführung der Vermögensverwaltungsgebühr, im Oktober 2023, hat bei vielen Anlegern für Unmut gesorgt. Dadurch müssen Investoren, bei einem ordnungsgemäß laufenden Portfolio, bis zu 0,6% an jährlicher Rendite abgeben. Vor der Hintergrund der schwachen Performance des Kreditportfolios, wodurch Anleger ohnehin schon die Renditeerwartung nach unten korrigieren müssen, könnte der Zeitpunkt dieser Einführung kaum schlechter gewählt sein. Zudem ist ab dem 1. Juni 2024 auch die Abhebungs-Gebühr auf 3 Euro angestiegen. Ein klares Indiz, dass Estateguru nochmal am Exit vieler Investoren mitverdienen will. Ob die Mehr-Einnahmen jedoch im Verhältnis zum Reputations-Schaden stehen (siehe Trustpilot) und dass man dadurch wohl auch die letzten und unentschlossenen 50-50 Investoren vergrault, die zunächst die Performance der Rückgewinnungen abwarten wollten, sollte kritisch hinterfragt werden. Im Juni 2025 hat Estateguru das Produkt „EG Grow“ eingeführt. Dabei handelt es sich um eine automatisierte Anlagemöglichkeit, bei dem die P2P Plattform die Auswahl der immobilienbesicherten Kredite übernimmt. Die offensichtliche Ähnlichkeit zur estnischen Alternative Bondora Go & Grow spiegelt sich dabei nicht nur im Namen, sondern auch in den Hauptcharakteristiken von EG Grow wider. Nämlich Einfachheit, feste Verzinsung und breite Diversifikation. Wer sich für EG Grow entscheidet, der bekommt eine Nettorendite von 7% in Aussicht gestellt, wobei die Zinsen monatlich ausgezahlt werden. Das Kapital wird hingegen, entsprechend der jeweiligen Kreditlaufzeit der einzelnen Darlehen, zurückbezahlt. Ein vorzeitiger Ausstieg wie bei Bondora Go & Grow, Stichwort Liquidität, ist also nicht möglich. Der Mindestanlagebetrag liegt bei 100 Euro. Die durchschnittlich auf Estateguru erzielte Rendite soll laut Angabe der Plattform bei 10,07% liegen. Meine persönliche Investitionserfahrung geht bis November 2018 zurück. In dieser Zeit konnte ich eine Gesamtrendite von 5,08% erzielen, wobei die fehlenden Rückgewinnungen darauf hindeuten, dass sich diese noch weiter verschlechtern wird. Hierzu eine Übersicht meiner persönlichen Jahresrendite auf Estateguru und wie sich diese durch die zunehmenden Ausfälle über die Jahre hinweg entwickelt hat. Bei Estateguru können Anleger auf drei unterschiedlichen Wegen auf der Plattform investieren. Beim Auto Invest haben Anleger die Möglichkeit vordefinierte Kriterien bei der Kreditauswahl festzulegen, um somit das Investment passiv zu steuern. Zu den möglichen Konfigurationskriterien gehören: Der Auto Invest kann aktuell erst ab einem Mindestanlagebetrag von 250 Euro pro Kredit genutzt werden. Wer weniger Geld auf Estateguru zur Verfügung hat, für den empfiehlt es sich Kredite zunächst manuell auszuwählen, um eine bessere Diversifikation zu erreichen. Hier liegt der Betrag aktuell bei 50 Euro. Die durchschnittliche Laufzeit der Immobilienprojekte beträgt ca. 12 Monate. Das entspricht einem für dieses Kreditsegment durchschnittlichem Wert. Wer in seinem Portfolio etwas mehr Liquidität benötigt, der kann auf Estateguru den Sekundärmarkt nutzen (3% Transaktionsgebühr) oder die Early Exit Option (35% Abschlag). Allerdings bedeutet die Nutzung vom Sekundärmarkt nicht zwangsläufig, dass sich auch ein Käufer für die Kredite findet. Die Möglichkeit einer Rückkaufgarantie gibt es bei der in Estland ansässigen Plattform nicht. Das ist allerdings auch nicht unüblich, da die Hypothek meistens durch den Wert der Immobilie oder des Grundstücks abgesichert ist. Die konkreten Informationen zum Beleihungswert der Immobilie (LTV) können der Projektbeschreibung entnommen werden. Der durchschnittliche Beleihungswert liegt auf Estateguru bei 61%. Bei Estateguru können sich Anleger ihre zurückfließenden Gelder jederzeit von der P2P Kredite Plattform auszahlen lassen. Dafür nutzt man die Schaltfläche „Einzahlen/Abheben“, welche man über das Hauptmenü finden kann. Bei einer Auszahlung wird auf Estateguru eine Gebühr in Höhe von 3 Euro berechnet. Wichtig: Bei einer Auszahlung können nur Bankkonten ausgewählt werden, mit denen zuvor bereits Geld eingezahlt worden ist. Ist das gewünschte Bankkonto nicht verfügbar, müssen darüber also zunächst erst Gelder eingezahlt werden. Die Auszahlung und die Gutschrift der angeforderten Gelder erfolgt in der Regel innerhalb weniger Werktage. Allgemein gelten die durch Kreditfinanzierungen erzielten Zinseinnahmen und Gewinne als Kapitalerträge und müssen als solche auch bei der Steuererklärung angegeben werden. Anders als bei anderen P2P Plattformen werden bei Estateguru keine Quellensteuern auf Deine Gewinne einbehalten. Über das Dashboard können sich Anleger einen Auszug des Steuer-Reports für das jeweilige Jahr herunterladen, wo die entsprechenden Einnahmen aufgelistet sind. Anleger sollten bei der Evaluierung einer P2P Plattform sehr genau auf das vorhandene Risiko blicken, und dieses vor einem möglichen Investment bewerten. Worauf gilt es bei Estateguru zu achten? Wo liegen die Risiken und wie sind diese einzuschätzen? Der operative Start der Plattform, welche von der estnischen “Estateguru OÜ” betrieben wird, erfolgte im Oktober 2013. Im Heimatmarkt wird man von der estnischen Finanzaufsicht (Finantsinspektsioon) kontrolliert und überwacht. Anders als bei MiFID II-regulierten Plattformen besteht für Investoren kein Anspruch auf eine Entschädigung durch ein Anlegerentschädigungssystem. Auch Kreditausfälle oder eine mögliche Insolvenz der Kreditnehmer werden durch die Regulierung nicht abgesichert. Die ECSP-Verordnung sieht jedoch vor, dass Plattformen keine Projekte von verbundenen Unternehmen oder Insidern listen dürfen. Durch die Regulierung muss Estateguru zudem einen hohen Grad an Compliance- und Transparenz-Standards erfüllen, darunter die Veröffentlichung geprüfter Geschäftsberichte. Die ECSP-Lizenz verpflichtet Estateguru zu einer ordnungsgemäßen Trennung der Anlegergelder von den Unternehmensgeldern. Hierfür arbeitet die Plattform mit Lemonway zusammen. Das bedeutet, dass Investoren im Falle einer Geschäftsaufgabe von Estateguru weiterhin den Zugriff auf ihre Gelder besitzen und die Rückzahlungen der Kredite ordnungsgemäß weiterlaufen können. Die über Estateguru angebotenen Investitionen werden nicht durch ein nationales oder ein europäisches Einlagensicherungssystem abgesichert. Anleger sollten sich demnach bewusst sein, dass das investierte Kapital einem realen Verlustrisiko unterliegt, dass die Erträge nicht garantiert werden und dass man möglicherweise nicht den vollständig investierten Betrag zurückerhält. Die finanzielle Stabilität einer P2P Plattform ist ein zentraler Risikofaktor. Kann Estateguru bereits profitabel wirtschaften? Und welche Rückschlüsse lassen sich aus der Bilanz ziehen? Ist Estateguru profitabel? Nein, Estateguru ist aktuell nicht profitabel. Im letztjährigen Geschäftsbericht wurde ein negatives Ergebnis in Höhe von 2,33 Mio. Euro erzielt. Damit ist Estateguru in den letzten fünf Jahren unprofitabel gewesen und in den letzten drei Jahren davon auch teilweise sehr deutlich. Auch die Bilanz von Estateguru hat sich, aufgrund der jüngsten Finanzkennzahlen, massiv verschlechtert. Die Bilanzsumme ist erneut rückläufig gewesen und das negative Eigenkapital ist auf knapp zwei Millionen Euro angestiegen. Auch der Liquiditätsgrad liegt mittlerweile unter dem Faktor 1. Somit sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten größer als die kurzfristigen Vermögenswerte. Estateguru benötigt dringend die Unterstützung seiner Gesellschafter oder aber eine externe Finanzierungsrunde, damit das Unternehmen seine Verbindlichkeiten bedienen kann und damit nicht das Worst Case Szenario einer möglichen Insolvenz eintritt. Der Kurs der wirtschaftlichen Konsolidierung, der 2023 begonnen wurde, ist aktuell alternativlos. Ob dieser allein jedoch ausreichen wird, sollte zum jetzigen Zeitpunkt kritisch hinterfragt werden. Von den für 2024 angekündigten 38 Mio. Euro an zurückgewonnenen Geldern konnten lediglich 13 Mio. Euro realisiert werden, während im gleichen Zeitraum erneut ähnlich hohe Ausfälle hinzukamen. Mit mehr als 78 Mio. Euro im Inkasso (August 2025) ist Deutschland der mit Abstand problematischste Markt für Estateguru. Im Januar 2023 kündigte die Plattform Ermittlungen gegen deutsche Mitarbeiter wegen möglicher Verstöße gegen interne Vorschriften an. Nach Abschluss der Untersuchungen kommunizierte der CEO lediglich, dass externe Ungereimtheiten festgestellt worden seien. Bemerkenswert ist dabei, dass Estateguru noch im September 2022 kommuniziert hatte, dass Kreditentscheidungen nicht ausschließlich durch das Deutschland-Team getroffen werden konnten. Zur Rückgewinnung der ausgefallenen Kredite arbeitet Estateguru seit 2023 mit der Firma Steinberger zusammen, ergänzt durch ein eigenes Team aus Anwälten und Risikomanagern. Die jährlichen Kosten beliefen sich 2023 auf ca. 1 Mio. Euro. Da jeder ausgefallene Kredit einzeln bearbeitet wird, geht man mittlerweile von einem Rückgewinnungszeitraum von 3 bis 5 Jahren aus. In einem Interview im Juni 2024 schätzte der damalige CEO Mihkel Stamm die entstehenden Verluste auf zwischen 10% und 20%, hielt im optimistischen Szenario jedoch auch einen vollständigen Kapitalerhalt für möglich. In diesem Abschnitt habe ich Dir die aus meiner Sicht wichtigsten Vorteile und Nachteile der Plattform, basierend auf meinen bisherigen Estateguru Erfahrungen, aufgelistet. Estateguru ist jahrelang eine attraktive Option gewesen, um sein P2P Kredite Portfolio mit Immobilienprojekten zu diversifizieren. Die Plattform war etabliert, verfolgte einen konservativen Weg bei der Risikobewertung und lieferte stabile Renditen ab. Durch die Expansion ab 2021 hat sich Estateguru seine Zukunft aber womöglich selbst verbaut. Die Ausfälle der Plattform sind zeitweise auf über 135 Mio. Euro angestiegen, während es kaum erkennbare Fortschritte bei den Rückgewinnungen gegeben hat. Unter diesen Voraussetzungen, gepaart mit der investorenunfreundlichen Gebührenstruktur, sind die zu erwartenden Renditen auf der Plattform wenig wettbewerbsfähig. Solange es keine erkennbaren Fortschritte bei den Rückgewinnungen gibt, empfiehlt es sich Estateguru bis auf weiteres nur von der Seitenlinie aus anzuschauen. Wer sein Portfolio dennoch mit immobilienbesicherten Krediten diversifizieren möchte, der sollte sich mit Plattformen wie Crowdpear oder Profitus beschäftigen. Zu beiden Estateguru Alternativen gibt es ausführliche Erfahrungsberichte auf dem Blog. Bereits bei Estateguru investiert? Oder auf der Suche nach ähnlichen Plattformen? Hier sind drei Estateguru Alternativen aus dem aktuellen P2P Marktumfeld. Crowdpear: Ein in Litauen ansässiger und regulierter Crowdfunding Marktplatz mit Fokus auf hypothekenbesicherte Immobilienkredite aus dem Baltikum. Crowdpear wurde vom selben Team aufgebaut, das hinter dem P2P Marktplatz PeerBerry steht, und überzeugt insbesondere durch eine starke Portfolio-Performance und eine hohe Transparenz. Weitere Informationen in meinen Crowdpear Erfahrungen. Profitus: Ein in Litauen ansässiger und regulierter P2P Marktplatz mit Fokus auf hypothekenbesicherte Geschäftskredite. Ähnlich wie Estateguru konzentriert sich Profitus auf den immobilienbesicherten Kreditbereich, mit dem Unterschied eines geografisch konzentrierteren Kreditnehmermarkts und einer bislang sehr starken Portfolio-Performance. Weitere Informationen in meinen Profitus Erfahrungen. LANDE: Ein in Lettland ansässiger und regulierter Crowdfunding Marktplatz mit Fokus auf besicherte Agrarkredite. Im Vergleich zu Estateguru bietet LANDE eine interessante Diversifikationsmöglichkeit abseits klassischer Immobilienkredite, bei einer stabilen Portfolio-Performance und soliden Finanzkennzahlen. Weitere Informationen in meinen LANDE Erfahrungen. Weitere Estateguru Alternativen findest Du im P2P Plattformen Vergleich. Estateguru ist eine estnische und gemäß EU Crowdfunding Verordnung (ECSP) regulierte P2P Plattform, auf der Anleger seit 2013 in immobilienbesicherte Kredite investieren können. Die Verzinsung liegt typischerweise zwischen 7% und 12%, abhängig vom Kreditprojekt und Produkt. Die Plattform gibt eine Durchschnittsrendite von 10,07% an. Meine persönliche Gesamtrendite seit 2018 liegt bei 5,08% – und wird sich aufgrund noch ausstehender Rückgewinnungen voraussichtlich weiter verschlechtern. Die massive Kreditausfallquote macht eine realistische Renditeerwartung schwer kalkulierbar. Das Hauptproblem ist die katastrophale Portfolio Qualität. Im August 2025 befanden sich 133,6 Mio. Euro im Inkasso, was mehr als 60% des verwalteten Kreditportfolios entspricht. Allein in Deutschland sind über 78 Mio. Euro ausgefallen. Die Rückgewinnungsfortschritte sind dabei sehr überschaubar. Nein. Estateguru ist seit Jahren nicht profitabel. Im letzten Geschäftsbericht wurde ein Verlust von 2,33 Mio. Euro ausgewiesen. Das negative Eigenkapital ist auf knapp 2 Mio. Euro angestiegen und der Liquiditätsgrad liegt unter dem kritischen Faktor 1. Aktuell nicht. Aufgrund der hohen Ausfallquote, überschaubarer Rückgewinnungen, einer investorenunfreundlichen Gebührenstruktur und der wirtschaftlich schwierigen Lage des Unternehmens empfehle ich, Estateguru vorerst nur von der Seitenlinie zu beobachten. Als Alternativen für immobilienbesicherte Kredite empfehle ich Crowdpear oder Profitus. Hi, ich bin Denny! Auf diesem Blog, den ich im Januar 2019 gestartet habe, helfe ich Investoren dabei kluge und gut informierte Investitionsentscheidungen im Bereich der Geldanlage P2P Kredite zu treffen. Dafür beschäftige ich mich ausführlich mit den tagesaktuellen Geschäftsentwicklungen und dem übergeordneten Rendite- und Risikoprofil der einzelnen P2P Plattformen. Mein Bestseller „Geldanlage P2P Kredite“ gilt in Fachkreisen als das beste deutschsprachige Finanzbuch zum gleichnamigen Thema.
Was ist Estateguru?
Estateguru ist eine estnische P2P Plattform, gestartet im Oktober 2013, auf der Anleger ab einem Betrag von 50 Euro in Immobilien- und Entwicklungskredite aus Europa investieren können. Die Verzinsung der Kredite liegt häufig in einem Bereich von ca. 10%.Estateguru Steckbrief
Gegründet / Gestartet:
Oktober 2013 / Dezember 2014
Rechtlicher Name:
EstateGuru OÜ (LINK)
Firmensitz:
Tallinn, Estland
Reguliert:
Ja (ECSP Lizenz)
CEO:
Daniil Aal (September 2025)
Verwaltetes Vermögen:
197+ Mio. €
Anzahl Investoren:
159.000+
Rendite:
10,1%
Risk Score:
2,6 / 10 (Platz 22 von 28)
Primäre Kreditart:
Immobilien
Besicherung:
Hypothek
Entstehungsgeschichte
Marek Pärtel ist ein estnischer Geschäftsmann, der sowohl als Investor als auch als Projektentwickler, über umfangreiche Kenntnisse in der Immobilienbranche verfügt hat.Geschäftsmodell
Ein Blick in den letzten öffentlich einsehbaren Geschäftsbericht zeigt, dass Estateguru zuletzt einen Umsatz von 8,3 Mio. Euro mit seinem Geschäftsmodell generieren konnte. Den größten Anteil machen dabei Vermittlungs- und Provisionsgebühren der Kreditnehmer aus, die zwischen 2,5% und 4% der Kreditsumme betragen. Dass dieser Posten beim Gesamt-Umsatz zuletzt von 65% auf nur noch 34% gesunken ist, spiegelt deutlich den Rückgang bei den Neufinanzierungen wider.Estateguru Erfahrungen vor Ort
Estateguru News
Gesellschafter und Management
Estateguru Gesellschafter
Wem gehört Estateguru? Die im Baltikum ansässige P2P Plattform wird durch das Unternehmen “Estateguru OÜ” betrieben. Dieses Unternehmen gehört wiederum zur Muttergesellschaft “Estateguru Holding OÜ”.
Estateguru Management
Seit September 2025 ist Daniil Aal der neue CEO von Estateguru. Er folgt damit auf Mihkel Stamm, der zuvor für zweieinhalb Jahre die operative Spitze der P2P Plattform geleitet hat.
Anmeldung
Investieren bei Estateguru
Das Kreditangebot
Kosten und Gebühren
EG Grow
Rendite
Auto Invest
Liquidität
Rückkaufgarantie
Auszahlung
Estateguru Steuern
Estateguru Risiko
Plattform Risiko
Red Flags -17
Regulierung und Lizenz
Im Mai 2023 genehmigte die estnische Finanzaufsicht (Finantsinspektsioon) die Lizenz, wonach Estateguru als Dienstleister gemäß der europäischen Crowdfunding-Verordnung (ECSP) tätig sein kann. Das ermöglicht der Plattform ihre Dienste europaweit und unter einheitlichen Rahmenbedingungen anzubieten, ohne eine separate Zulassung in jedem EU-Mitgliedsstaat einholen zu müssen.Kontentrennung und Einlagensicherung
Finanzielle Stabilität
Profitabilität
Bilanzkennzahlen
Kreditgeber-Ausfälle
Seit 2022 kämpft Estateguru zunehmend mit Kredit-Ausfällen, insbesondere in Deutschland und Finnland. Im August 2025 befanden sich 133,6 Mio. Euro im Inkasso, was einer Ausfallquote von mehr als 60% des verwalteten Kreditportfolios entspricht.Deutschland
Vorteile und Nachteile
Fazit Estateguru Erfahrungen
Kommen wir zur Bewertung meiner bisherigen Estateguru Erfahrungen.
Estateguru Alternativen
FAQ Estateguru Erfahrungen
Estateguru Erfahrungen 2026
Letzte Aktualisierung: 13. Juli 2026
Sicherheits-Score
Platz 22 von 28
2,6
/ 10
Hohes Risiko
Regulierung & Lizenz
15 / 15
Finanzielle Stabilität
0 / 20
Transparenz & Offenlegung
15 / 15
Kreditportfolio & Verluste
0 / 25
Track Record & Krisenverhalten
13 / 25
Kluster A: Governance-Belastungen (-10)
Governance-Versagen im deutschen Management-Team -10
Kluster B: Irreführung & Intransparenz (-7)
Irreführende Performance-Darstellung des Kreditportfolios -7
Der Sicherheits-Score bewertet ausschließlich das Plattform-Risiko. Kreditgeber-Risiken und länderspezifische Risiken werden nicht abgebildet und müssen separat betrachtet werden.
Estateguru hat versucht den Kostenapparat zum Vorjahr zu reduzieren. Durch Mitarbeiterentlassungen im größeren Stil konnten zum Beispiel mehr als 2 Mio. Euro eingespart werden. Dennoch sind die Ausgaben zu hoch gewesen, um den nur geringfügig angestiegenen Umsatz ausgleichen zu können.
HaftungsausschlussAffiliate Links / Interessenskonflikt
Investitionen in P2P-Kredite sind mit Risiken verbunden und können zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Frühere Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen. Die nachfolgenden Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Trotz sorgfältiger Recherche wird keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen. Eine Haftung für etwaige finanzielle Verluste oder Investitionsentscheidungen, die auf Grundlage der hier dargestellten Inhalte getroffen werden, ist ausgeschlossen. Mehr dazu im Haftungsausschluss.
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✅ Was ist Estateguru?
✅ Welche Rendite kann ich bei Estateguru erwarten?
✅ Was sind die größten Risiken bei Estateguru?
✅ Ist Estateguru profitabel?
✅ Lohnt sich ein Investment bei Estateguru?










Hi,
ich versuche mittlerweile seit einigen Wochen die Verifizierung über Lemonway abzuschließen. Ich investiere auf der Plattform seit über 5 Jahren.
Da die Verifizierung allerdings nicht funktioniert, ist meine Wallet geblockt/gesperrt, sodass ich mein Geld nicht abziehen kann. Jetzt hat Estateguru das Geld einbehalten, da mein Konto seit über 11 Monaten inaktiv ist. Bei mir entsteht der Eindruck, dass das System hat, da ich jetzt schon mehrfach E-Mail Kontakt aufgenommen habe und “Irina” mir versicherte, dass mein Geld “sicher” sei. Ferner ist die Möglichkeit eine Beschwerde über die Plattform abzugeben “aktuell” nicht funktionsfähig. Wiederum bleibt ein komisches Gefühl hängen. Ich ärgere mich sehr über diese Plattform.
Meine Erfahrungen mit EG sind tatsächlich sehr positiv. Ich habe konstant ca. 25 Kredite und hatte seit 2-3 Jahren keinen einzigen Ausfall mehr. Ich bin allerdings auch sehr wählerisch. Man muss meiner Meinung nach einige Punkte beachten, damit es läuft:
– Nur in die 3 baltischen Staaten investieren
– LTV und Höhe der Zinsen sind total irrelevant. Spielt für mich keine Rolle (Was nützt es wenn der ausgefallene Kredit einen guten LTV hatte… nichts)
– kein Auto-Invest – immer manuell auswählen
– die Anzahl der zurückgezahlten Kredite muss höher oder zumindest gleich sein als die aktiven Kredite (Reputation)
– sind glaubwürdige Fotos vom Baufortschritt zu sehen oder nur CGI Grafiken (am besten muss die Baustelle auf Google Maps sichtbar sein)
– Objektlage (gute Infrastruktur bzw. größere Stadt in der Nähe oder irgendwo in der Pampa?)
– ist der Firmensitz glaubwürdig oder nur eine Bretterhütte im Gebüsch (Google Street View checken)
– und am allerwichtigsten: tracken, wer ordentlich zurückgezahlt hat und wer nicht und die Adressen der Kreditnehmer dann entsprechend auf eine Blacklist bzw. Whitelist setzen. Oft sind es dann “alte Bekannte” die sich als vertrauenswürdig oder eben unseriös erwiesen haben. Mittlerweile habe ich eine gute Datenbank mit Kreditnehmern und ich erkenne schon an der der Adresse, wem ich vertrauen kann.
Das ist natürlich etwas mehr Aufwand, deshalb erhöhe ich auch sukzessive die Invesitionssumme und nicht die Anzahl der Kredite. Soweit meine Tipps dazu.
July 2025: Estateguru ist absolut nicht zu empfehlen. Ich habe zum Test in 2021/22 in 8 Projekt investiert, verteilt auf zwei Länder (#7 in Deutschland und #1 in Finland).
Alle Projekte (!) sind in Default. Für über 12 Monate (ab Anfang/ Mitte 2023) gab es von Seiten Estateguru keine Updates zu den Projekten. Seit ca. April 2024 gab es für jedes der Projekte in regelmäßigen Abständen (insgesamt 4, letztes Update Jan./Feb. 2025) die Message “Recovery Plan in Completion”.
Diese Plattform ist absolut nicht zu empfehlen und ich bin sehr verwundert, weshalb ich noch keine Informationen zu Ermittlung europäischer Regulatoren finden konnte.
Daher meine Empfehlung, nicht investieren und einen ganz weiten Bogen um diese Platform machen.
Hallo Denny,
Ich ziehe derzeit mein Portfolio aus Estateguru ab. Habe aktuell noch 20 Investments zu je 50 Euro. Wie machst Du’s, dass es am wenigsten schmerzhaft ist? Irgendwelche Tipps.
Hi Konsti,
ich habe erst letztens eine größere Position (1.470 Euro) abgezogen. Klar, man könnte auch den Mindestbetrag irgendwo investieren, um dann 12 Monate Ruhe zu haben. Aber irgendwann sind die 3 Euro weniger wichtig als dass das zurückgeflossene Geld wieder irgendwo arbeiten und produktiv werden kann. Da wird aber jeder seine Grenze in einem anderen Bereich haben.
Liebe Grüße!
Ich kann Jens’ Fragen bzw. Aussagen nur unterstreichen. Es ist wirklich eine Frechheit, dass jetzt selbst bei Kleinanlegern 50€ Gebühr erhoben werden und das quartalsweise…. wenn man in der Zeit nicht investiert hat. Das verletzt mein Vertrauen in diese Plattform so sehr, dass ich selbst bei einem erneuten Aufschwung nicht mehr investieren würde.
Danke für das Teilen Deiner Estateguru Erfahrungen, Susan!
Die Konsequenzen der anlegerunfreundlichen Maßnahmen lassen sich ja bereits seit einiger Zeit beobachten.
Viele Grüße,
Denny
Ich frage mich, wie man am einfachsten, besten und günstigsten bei Estateguru aussteigt?
Die Inaktivitätsgebühr verhindert ja das ausschalten und ansammeln aller Rückzahlungen und Instant Exit ist gar keine Option.
Gibt es eine bessere Möglichkeit, als Auto-Invest zu pausieren, Erinnerung auf Termin vor Jahresfrist zu setzen. Dann eine Investition zum Mindestbetrag zu machen und den Rest abzuheben und dann wieder ein knappes Jahr Rückzahlungen anzusammeln?
Vielen Dank
Hi Jens,
abwarten und Cola Zero trinken. Mehr kann man da nicht machen. Eine Erinnerungs-Frist brauchst Du nicht setzen, weil Estateguru vorher per E-Mail ankündigt, dass ein Jahr ohne Investment abgelaufen ist. So war es zumindest bei mir. Genau nach dieser Strategie verfahre ich aktuell auch. 12-Monate Kredite aus Estland mitnehmen und dann hoffen, dass irgendwann einige Kredite zurückgewonnen werden.
VG, Denny
Alles klar, danke. Dann werde ich das so machen. Grundsätzlich frage ich mich, ob deren Vorgehen/Gebühren so überhaupt rechtens sind. Das grenzt ja an Erpressung (immer weiter investieren) , bzw. Wucher (gegen hohe Gebühren aussteigen). Ist das irgendwie/irgendwo in Prüfung?
Das sind auf jeden Fall keine schönen Geschäftspraktiken. Ob das rechtlich in irgendeiner Art und Weise anfechtbar ist, wage ich zu bezweifeln. Mir ist aktuell auch nicht bekannt, dass dagegen vorgegangen wird. Wüsste allerdings auch nicht wie das in der Praxis / Umsetzung aussehen soll.
Hallo,
du schreibst zu Estateguru: ” Eine Estateguru Alternative, die über ein ähnliches Geschäftsmodell verfügt, wäre die Plattform Bulkestate. ” – Ist das wirklich ernst? Nach meiner Meinung ist Bulkestate eine sehr schlechte Wahl. Fast alle Investitionen sind Jahre in Verzug, ohne dass dies den Investoren kommuniziert wird. Nachfragen lohnt nicht, eine Antwort bekommt man nicht.
Außerdem funktioniert der Link auf deiner Seite nicht.
Sonst schätze ich deine Kommentare sehr und habe durch das Lesen viel gelernt.
Jan
Hi Jan,
Danke für Deinen Kommentar. Bulkestate ist vom Geschäftsmodell her die ähnlichste Alternative zu Estateguru. Ob es auch eine gute und die beste Alternative ist, steht auf einem anderen Blatt Papier. Ich habe Deinen Kommentar aber als Anreiz genommen, um einige Passagen anzupassen. Vielen Dank dafür.
Denny
Ich habe heute gesehen, dass die Gebühren für Verkäufe auf dem Zweitmarkt jetzt 3% betragen, vor ein paar Tagen waren es noch 2%.
Wurden hier still und heimlich die Gebühren erhöht? Ich habe dazu keine News oder Ankündigung bekommen / gelesen…
Hi Thorsten,
ich lese davon jetzt zum ersten mal. Habe dazu keine Info erhalten.
VG, Denny
Hallo Denny,
aktuell mache ich schlechte Erfahrungen mit Estateguru. Immer mehr Kredite sind zu spät und Rückfragen dazu werden pauschal (wir haben dazu einen Prozess) beantwortet, oder die Support Seite geht gar nicht (wie heute).
Ich habe auch versucht in Berlin anzurufen, leider hat niemand abgenommen…
Vielleicht solltest du dein Fazit überprüfen?
VG
Daniel
Hi Daniel,
Danke für Dein Feedback und das Teilen Deiner Estateguru Erfahrungen. Aktuell ist es sicherlich keine einfache Phase für die Plattform. Offensichtlich sind hier schwerwiegende Fehler gemacht worden, aus denen die Plattform hoffentlich lernen kann. Ich denke man muss jetzt abwarten und der Plattform etwas Zeit geben, um die Rückgewinnungen anzukurbeln. Je nachdem wie das ausgeht, kann man die Situation nochmal neu versuchen zu bewerten.
Mein Fazit fand ich insgesamt sehr reflektiert. Ich habe den Erfahrungsbericht jetzt aber nochmal ergänzt und leicht modifiziert.
Viele Grüße,
Denny
Hi Denny,
Wie stehst du bzw. die community zu EstateGuru’s Bekanntmachung der neuen Gebühren ab 04 Jan. 2022?
Hi Werner,
wir haben das heute auch in der Facebook-Gruppe diskutiert. Bist Du hier schon Mitglied?
Grundsätzlich gab es viel Verständnis für die Herangehensweise und auch die dazugehörige Argumentation.
Dass das ganze auch transparent offen gelegt wurde (anstatt zu vermuten, ob das Zinsniveau vielleicht gefallen ist), wurde ebenfalls positiv bewertet.
Dem kann ich mich mehr oder weniger auch anschließen.
Viele Grüße,
Denny
Moin Denny,
bin auch seit 2018 bei EstateGuru (und einigen anderen) investiert und habe so ganz okaye Erfahrungen gemacht. Estateguru scheint mir bisher am solidesten, aber auch hier besteht meines Erachtens das größte Fragezeichen im Plattformrisiko. Es ist ja unerheblich wie breit man streut wenn die Plattform selbst vor die Hunde geht. Natürlich ist Estateguru theoretisch nur Vermittler, aber wer mir in der Praxis meine 50 Kredite zu je 50 Euro wieder einsammeln würde falls Estateguru dichtmacht, das konnte mir bisher noch keiner beantworten. Wie siehst Du das?
Gleiche Frage stellt sich im Prinzip auch bei Mintos, Bondora, Twino usw.
Schönen Gruß!
Bert
Moin Bert,
danke für das Teilen Deiner EstateGuru Erfahrungen. Grundsätzlich ist eine gewisse Skepsis nicht verkehrt. Persönlich habe ich 0,0 Bauchschmerzen was das Unternehmensrisiko bei EstateGuru angeht. Sie haben im achten Jahr nochmal ordentlich an Wachstum zugelegt (+100.000 Anleger), verfügen über starke Partner, sind sehr solide finanziert und auch die Performance der Kredite kann sich mehr als sehen lassen. Zudem sind sie in jedem Land reguliert, wo es auch erforderlich ist. Was das Gesamtrisiko angeht, mache ich mir dort aktuell keinen Kopf. Geht es bei Dir jetzt speziell darum, wie eine mögliche Abwicklung aussehen und funktionieren würde?
Viele Grüße,
Denny
Danke für den super Beitrag. Bin nun auch neu auf Estateguru. Von welchen Krediten würdet ihr denn persönlich definitiv die Finger lassen?
Danke, Tinki!
Also wenn ich +100.000 Euro bei EstateGuru investiert hätte und die Verwaltung meines Vermögens mein Hauptaugenmerk wäre, dann würde ich mich sicherlich intensiver mit der einzelnen Kreditauswahl beschäftigen. So bleibt bei mir aber das altbekannte Motto “Breit gestreut, nie bereut”.
Viele Grüße,
Denny
Wenn man als Investor schon ~8% Zinsen erhält, frage ich mich, wie viel Prozent die Kreditnehmer wohl zahlen. Die Kredite müssen sehr teuer sein. Gibt es dazu irgendwelche Informationen?
Immobilien sind in der Regel recht teuer. Einige Kreditnehmer werden sicherlich Kredite im sechsstelligen Bereich aufnehmen. Und dann müssen die Kreditnehmer auf so hohe Kredite einen zweistelligen Zins zahlen…
Die Kreditnehmer kriegen bei den normalen Banken die Kredite nicht. Jedoch bekommen diese Leute, bei denen vermutlich häufig die Bonität mangelhaft ist, üppige Kredite mit heftigen Zinsen über Estate Guru.
Ich bin von dem Konzept überhaupt nicht überzeugt und bleibe erstmal lieber bei Mintos und Bondora.
PS: Gut aufbereiteter Beitrag. Mach weiter so‼
Gruß und schöne Feiertage
Ole
Danke Dir für den Kommentar, Ole!
Mehr dazu wer die Kreditnehmer von EstateGuru sind und warum diese dort Kredite aufnehmen, kannst Du auch in diesem Artikel nachlesen:
https://rethink-p2p.de/wer-nimmt-p2p-kredite-auf-die-kreditnehmer-dahinter/
Viele Grüße,
Denny
Hallo Ole,
deine Argumentation müsste doch für Mintos und Bondora gleichermaßen gelten: Warum gehen die Leute zu Mintos/Bondora und nicht zur Bank?
Viele Grüße
Reinhard
Vor einigen Monaten habe ich mich bei Estateguru angemeldet, obwohl ich bisher immer sehr skeptisch gegenüber diesen baltischen Hochzinsplattformen war. Ich dachte mir, bei Immobilien kann man jedoch nicht so viel falsch machen, außerdem ist ein Investment hier bereits sehr vorsichtig mit recht kleinen Summen möglich.
Die Registrierung ging sehr leicht, ich konnte alle notwendigen Nachweise als Datei hochladen und damit die Plattform schnell zum Investieren nutzen. Auf der Webseite habe ich mich gleich gut zurechtgefunden, da sie sehr übersichtlich gestaltet ist.
LG Renata
Hi Renata,
danke für Dein Feedback.
Viele Grüße,
Denny