Neuer CEO bei Debitum Network – Was taugt Sergei Demchuk?

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Sergei Demchuk ist seit November 2019 CEO der lettischen P2B Plattform Debitum Network. Der 37 Jahre alte und gebürtige Ukrainer, der einen durchaus vorzeigbaren Lebenslauf im Bankenbereich und bei Mikrofinanz-Institutionen vorweisen kann, soll von nun an die operativen Geschicke des Unternehmens leiten.

Persönlich hatte ich bereits zwei Mal die Möglichkeit gehabt, mich 2019 mit ihm auszutauschen. Zunächst auf der P2P Konferenz in Riga, bei der er noch als VP des Kreditgebers Mikro-Kapital tätig war, als auch im November im Rahmen der Fintech Inn Konferenz in Vilnius.

In diesem Artikel möchte ich darauf eingehen, welchen beruflichen Hintergrund Sergei Demchuk besitzt, wie und warum er CEO von Debitum Network geworden ist, was sich nun unter seiner Führung ändern wird und wie ich persönlich seine Berufung als CEO bewerte.


Beruflicher Hintergrund von Sergei Demchuk

Nach seinem Masterabschluss an der ukrainischen Charkiw Universität 2005, arbeitete Sergei in den folgenden acht Jahren für mehrere Bankeninstitute in der ukrainischen Hauptstadt.

Sergei Demchuk – der neue CEO bei Debitum Network

Angefangen hat er bei der ProCredit Bank, wo er zu Beginn als Sachbearbeiter für KMU-Kredite die finanzielle Situation mittelständischer Unternehmen analysiert und ein Kreditportfolio in Höhe von 1,5 Mio. Euro überwacht hat.

Es folgten während seiner Zeit in der Ukraine noch drei weitere Stationen bei in Kiew stationierten Banken: Der Rosenergobank, der Trust Bank Ukraine und der Swedbank. Auffällig sind dabei besonders sein kontinuierlicher Fokus auf Kleine- und Mittelständische Unternehmen, kurz KMUs (engl. SMEs), sowie die steigende Personalverantwortung.

Bereits in seiner zweiten Position bei der Rosenergobank, führte er die KMU-Kreditvergabe in diversen Bankfilialen ein, trainierte Kredit-Sachbearbeiter und überwachte 30 Mitarbeiter in regionalen Außenstellen.

Auch bei der Trust Bank Ukraine, wo er als KMU-Regionalleiter angestellt war, überwachte er 14 Bankfilialen und arbeitete an der Restrukturierung und Rückgewinnung ausstehender und überfälliger Kredite in Höhe von 33 Mio. Euro.

Bei seiner vorerst letzten Station in der Ukraine, war er etwas mehr als drei Jahre als Head of Credit Portfolio Management bei der Swedbank angestellt.


Prägende Zeit beim Kreditgeber Mikro Kapital

Im Februar 2016 übernahm er dann die Position als CEO bei Mikro Kapital Rumänien.

Sergei Demchuk als CEO bei Mikro Kapital

Dessen Mutterkonzern – Mikro Kapital – ist eine in Luxemburg ansässige und 2008 gegründete Vermögensverwaltungsgesellschaft, welche auf die Finanzierung Kleiner- und Mittelständischer Unternehmen spezialisiert ist. Der Fokus liegt dabei besonders in Russland, dessen umliegenden Ländern, sowie Zentral- und Ostasien.

Der Konzern, der heute mehr als 1.900 Mitarbeiter beschäftigt, ist seit April 2019 auch mit vier unterschiedlichen Ländern auf Mintos vertreten, um hier die Kredite mit Hilfe der Kapitalkraft von Privatanlegern zu finanzieren. Dazu gehören Russland, Weißrussland, Moldawien und eben auch Rumänien. Dem durchschnittlichen Zinssatz von 12,5 Prozent, steht aktuell ein Mintos Rating von A- bis B+ gegenüber.

2016 folgte damals die Ausgliederung für den rumänischen Markt, dessen Leitung Sergei von Beginn an übernahm. Später, in seiner letzten Position vor Debitum Network, wurde er noch als Vice President befördert, wo er unter anderem für die P2P Kreditvergabe in Russland tätig war – dem größten Markt des Konzerns.

Man erkennt also, dass Sergei durchaus reichlich Erfahrung in der Finanzwelt gesammelt hat.


Wie und warum Sergei der CEO von Debitum Network geworden ist

Sergei und Martins (Mitgründer von Debitum Network) hatten vor ihrem ersten persönlichen Treffen bei der Konferenz in Riga, bereits ein paar Mal via Skype telefoniert und über eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Mikro Kapital Rumänien und Debitum Network gesprochen.

Bei Mikro Kapital Rumänien gab es damals die Überlegung einen eigenen P2P-Marktplatz zu gründen oder sich einem anderen Unternehmen anzuschließen, so die Aussage von Sergei. Parallel zu der Integration des Kreditgebers Mikro Kapital Rumänien auf Debitum Network – vollzogen im November 2019 – gab es unabhängig davon auch Diskussionen über ein Engagement von Sergei bei Debitum Network.

Dieser arbeitete dann im Oktober 2019 einen Monat auf Probe im Unternehmen, wo beide Parteien die gegenseitige Kompatibilität überprüfen konnten.

Während es bei Sergei die Lust nach einer Veränderung und einem Perspektivwechsel von Kreditgeber-Seite zur Marktplatz-Seite war, suchte Martins bei Debitum Network schon seit ca. einem Jahr nach einem Manager, der das operative Tagesgeschäft des Unternehmens leitet.

Auch wenn Martins sich diese Rolle selbst zugetraut hätte, glaubt er stattdessen seine Stärken in anderen Bereichen des Unternehmens noch besser einbringen zu können. Außerdem verfüge Sergei – so die Aussage von Martins – über einen drei Mal so großen Finanzhintergrund wie er selbst, sodass er mit der Entscheidung keine Bauschmerzen habe.

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Was sich unter der Führung von Sergei bei Debitum Network ändern wird

Einen CEO zu installieren verändert nicht nur die Unternehmensstruktur, sondern womöglich werden auch neue Prozesse integriert. Martins sieht diesbezüglich jedoch keine größeren Veränderungen auf Debitum Network zukommen. Abgesehen von vielen kleineren Anpassungen, die Sergei aufgrund seiner Erfahrungen verbessern wird.

Auch Sergei denkt, dass es sich bei Debitum Network bereits um einen vollständigen und funktionsfähigen Kreditmarktplatz handelt, dessen Mechanismen bereits greifen und funktionieren.

Daher sieht er es als wichtigste Aufgabe an, die Prozesse weiter zu optimieren und noch systematischer und strukturierter zu arbeiten – sowohl auf Kreditgeber- als auch auf Investoren-Seite.

Auf Nachfrage meinte er, dass er zum Beispiel beim Onboarding-Prozess neuer Kreditgeber noch strukturierter vorgehen möchte als bisher. Hier sollen zunächst harte Auswahlkriterien überprüft werden, bevor es später in die detailliertere und umfangreichere Due Diligence geht.


Persönliche Bewertung von Sergei Demchuk als Debitum Network CEO 

Persönlich schätze ich Sergei Demchuk als einen großen Gewinn und eine Bereicherung für Debitum Network ein.

Auf der einen Seite steht seine umfangreiche Erfahrung im Finanzsektor, sein Know-how bei Geschäftskrediten, als auch sein großes Netzwerk. Also alles wichtige Faktoren, von denen Debitum Network zweifelsfrei profitieren wird.

Sergei kennt die Situation auf Kreditgeber-Seite zudem in und auswendig. Daher wird er auch wissen, worauf es bei den kommenden Verhandlungen mit neuen Darlehensanbahnern – aber auch bei der Due Diligence – ankommen wird.

Auf der anderen Seite bewerte ich auch die Kombination aus Sergei und Martins als sehr positiv und förderlich für das Unternehmen. Während der Fokus von Martins in der Vergangenheit eher auf Factoring-Krediten lag (Rechnungsfinanzierungen), was sich nicht zuletzt auch im Debitum Network Kreditportfolio widerspiegelt (77 Prozent), besitzt Sergei eher einen Hintergrund bei klassischen Geschäftskrediten.

Auch von der Persönlichkeit scheinen sich beide gut zu ergänzen. Während Martins eher der Visionär mit einem entspannteren Charakter ist, habe ich Sergei als einen ehrgeizigen Typen mit einem großen Arbeitsethos kennengelernt. Daher glaube ich, dass die mittelfristige Entwicklung von Debitum Network auf den Fall in die richtige Richtung geht.

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Was der neue CEO von Debitum Network taugt – Das Video


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