Bitcoin Crash 2022: Nach 50% Kursverlust investieren?

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Viele Kryptowährungen haben in den letzten Monaten einen massiven Kursabsturz erlebt.

Angeführt vom Bitcoin, der seit seinem Allzeithoch im November fast 50% im Wert gefallen ist, sank die gesamte Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen von 2,94 Billionen US Dollar auf 1,59 Billionen US Dollar. Das entspricht einem Absturz von 46% in ca. zwei Monaten.

Das Blutbad im Krypto-Markt wirft eine wichtige Frage auf:

  • Sehen wir hier aktuell den Anfang vom Ende und das Platzen einer großen Spekulationsblase oder bietet sich jetzt womöglich eine lukrative Kaufmöglichkeit für alle krypto-interessierten Anleger an?

In diesem Video möchte ich auf die aus meiner Sicht wichtigsten Fragen eingehen, die man sich jetzt als Anleger stellen sollte:

  • Was ist passiert und warum sind die Märkte gefallen?
  • Gibt es einen Grund sich langfristig um sein Krypto-Investment Sorgen zu machen?
  • Wie kann man jetzt als Anleger vom Crash profitieren?

Zudem werde ich Dir transparent zeigen wann und über welche Plattform ich meine ersten Bitcoins gehandelt habe. Es lohnt sich also dranzubleiben.


Von P2P Krediten zu Kryptowährungen?

Zu Beginn möchte ich eine Sache vorwegnehmen: Ich bin weder eine Krypto-Experte, noch ein Hellseher oder ein zertifizierter Anlageberater. Alles was Du hier von mir liest, entspricht lediglich meinen persönlichen Sichtweisen und Erfahrungen.

Da ich das Thema Kryptowährungen in den letzten Monaten zunehmend für mich entdeckt und nun auch meine ersten Investments selbst getätigt habe, möchte ich einen Teil meiner Erfahrungen und Erkenntnisgewinne gerne auf diesem Blog wiedergeben und mit euch teilen.

Keine Sorge, das Thema soll keine Überhand gewinnen. Aber hin und wieder kann ich mir durchaus einen Beitrag dazu vorstellen. So wie im letzten Jahr zum Thema Crypto Lending.

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema, nämlich dem Abverkauf am Krypto-Markt.


Warum ist der Krypto-Markt um 50% gefallen?

Um zu verstehen warum sich die Marktkapitalisierung des gesamten Krypto-Sektors in den letzten beiden Monaten fast halbiert hat, macht es Sinn sich aus meiner Sicht nicht nur den Krypto-Markt isoliert anzusehen, sondern auch andere Anlageklassen wie den Aktienmarkt zu betrachten.

Hier haben wir ebenfalls einen starken Abverkauf in den letzten Monaten beobachten können, insbesondere bei den Tech- und Wachstumswerten im NASDAQ. Aber auch ein vermeintlich sicherer Hafen wie der S&P500, den ich selbst seit eineinhalb Jahren monatlich bespare (bei der Consorsbank), hat jüngst gut 10% an Wert abgegeben.

Die Hauptursache für die zunehmende Verunsicherung im Markt, spielt dabei die Zinspolitik der US-amerikanischen Notenbank. Die Federal Reserve hatte jüngst eine Erhöhung der Leitzinsen angekündigt, um dadurch die zunehmend ansteigende Inflation zu bekämpfen. Diese lag in den USA zuletzt bei 7% und war damit so hoch wie zuletzt vor 40 Jahren.

Durch diese Entscheidung würden folglich die Kosten für die Kapitalbeschaffung nach oben gehen und das erwartete Wachstum würde, aufgrund der teurer werdenden Kredite, vorerst nach unten korrigiert werden müssen.

Ein Aussicht, die den großen Hedge-Fonds und Vermögensverwaltern dieser Welt überhaupt nicht schmeckt. Besonders deutlich ist diese Angst bei den vielen Tech- und Wachstumsunternehmen geworden, die mehr als andere auf niedrige Finanzierungskosten angewiesen sind. Die Märkte haben entsprechend nervös auf diese Entscheidung reagiert und in der Folge viele Titel abverkauft.


Bitcoin Verbannung durch Russland?

Und damit sind wir dann auch bei den Kryptowährungen angekommen. Auch hier haben die großen und institutionellen Investoren ihr Geld aus volatilen Hochrisikoanlagen wie dem Krypto-Markt abgezogen.

Der Markt verfolgt seitdem einer Art selbst-erfüllender Prophezeiung: Das Geld fließt ab; die Kurse sinken und die Angst nimmt zu. Dadurch fließt wieder weiteres Geld ab, was wiederum zu weiteren sinkenden Kursen und zu noch mehr Angst unter den Marktteilnehmern führt. Eine negative Spirale, die sich in der Folge nicht mehr aufhalten lässt und nun zu einer Halbierung der Marktkapitalisierung geführt hat.

Hinzu kommen auch noch krypto-spezifische Ereignisse wie zuletzt durch die jüngsten Entwicklungen in Russland. Dort hat die russische Zentralbank vor kurzem einen Report mit dem Titel „Kryptowährungen – Trends, Risiken und Maßnahmen“ veröffentlicht.

In dem Bericht werden Kryptowährungen mit einem Schneeballsystem verglichen und es wird der Vorschlag unterbreitet, dass man einen Verbot des Handels, der Nutzung und des Minings von Kryptowährungen beschließen sollte.

Auch wenn es in der russischen Bevölkerung keinen einheitlichen Konsens zu diesem vorgeschlagenem Beschluss gibt, so bleibt unabhängig davon auch die Umsetzung dieser Maßnahme äußerst fraglich. Zum Beispiel im Hinblick auf die simple Nutzung eines VPNs.

Aber selbst wenn es dazu kommen sollte, so hat das Bitcoin Netzwerk bereits im letzten Jahr, im Rahmen des Bitcoin Mining Verbots durch die chinesische Regierung, seine Widerstandsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nachdem die Bitcoin-Hashrate im Juni um mehr als 40 % gesunken ist, so hat sich diese von ihrem Tiefpunkt aus bis Ende des Jahres mehr als verdoppelt.

Obwohl das Bitcoin-Netzwerk also fast die Hälfte seiner Rechenleistung verloren hat, so sind die Funktionalität und die Sicherheit nie ernsthaft beeinträchtigt gewesen.

Und genau deshalb sehe ich auch keine größere Aufregung bei dem russischen Report. Wahrscheinlich hätte diese Notiz wohl auch deutlich weniger Beachtung bekommen, wären Kryptowährungen nicht ohnehin schon genug im Fokus des Bären-Marktes gewesen.


Was bedeutet der „Bitcoin“-Crash für Investoren?

Kommen wir nun zum wichtigen Teil, nämlich was sich jetzt für uns als Investoren aus diesem jüngsten Abverkauf ableiten lässt.

Offensichtlich grassiert momentan eine große Angst vor weiteren Kursabfällen bei Bitcoin & Co. Verluste begrenzen oder Gewinne mitnehmen lautet vielerorts die Devise.

Wie sich der Bitcoin Kurs in der nächsten Zeit entwickeln wird, dazu kann ich keine Prognose abgeben und es liegt mir auch fern Anleger jetzt dazu zu ermutigen in Kryptowährungen einzusteigen. Kryptowährungen sind extrem volatil und sicherlich nicht für das Nervenkostüm eines jeden Investors geeignet.

Was mir persönlich hilft ist ein Blick abseits der aktuell tiefroten Kurse. Ich betrachte Kryptowährungen als ein langfristiges Investment, weshalb für mich die fundamentalen Daten und die übergeordneten Entwicklungen deutlich interessanter sind als der aktuelle Kurs.

Die Frage, die man sich daher aus meiner Sicht stellen sollte, lautet:

  • Wird die Blockchain-Technologie heute mehr genutzt als noch vor sechs oder zum Beispiel vor 12 Monaten?

Die Frage ist insofern wichtig, als dass der Preis von Bitcoin & Co. langfristig von dem zugrunde liegenden Wert abhängig sein wird, welchen die Kryptowährung bietet.


Massenadaption der Blockchain-Technologie

Und ob die Blockchain-Technologie mehr genutzt wird als noch vor einem Jahr, dafür gibt es gleich mehrere sehr starke Indikatoren:

  • Mit El Salvador hat das erste Land den Bitcoin als ein gesetzliches Bezahlungsmittel eingeführt,
  • die Nutzerzahlen von Kryptowährungen haben sich 2021 fast verdreifacht und sind auf ca. 300 Mio. Nutzer angestiegen,
  • es gibt zunehmend mehr institutionelle Investoren die ihr Geld in BTC anlegen,
  • die ersten Blue-Chip Aktien fügen Kryptowährungen in ihre Bilanz mit ein (siehe Tesla)
  • und nicht zuletzt der jüngste Aufstieg von NFTs ist ein weiterer Treiber für die Massenadaption von Kryptowährungen gewesen.

Die Exchange-Plattform Coinbase akzeptiert mittlerweile sogar Kreditkartenzahlungen für NFTs, was somit auch eine geringere Einstiegshürde für Neulinge bedeutet, um mit dem Thema Kryptowährungen vertraut zu werden.

Trotz sinkender Kurse lässt sich also durchaus feststellen, dass die Adaption weiter voranschreitet.

Werden Kryptowährungen damit zu einem risikofreien Investment und man sollte jetzt die FOMO-Glocke im Kopf läuten hören? Nein, keinesfalls! Aber die zunehmende Nutzung verdeutlicht, dass dadurch zukünftig auch der Wert  und damit gleichbedeutend auch der Preis von Kryptowährungen, langfristig wieder steigen könnte.


Meine ersten Bitcoin Investments

Was sollten Investoren jetzt also unternehmen? Und wie habe ich persönlich gehandelt?

Für mich als Neuling war es zunächst wichtig sich ein wenig in das Thema einzuarbeiten und nicht sofort meine ersten Investments zu tätigen. Einen YouTube-Kanal, den ich dabei als besonders hilfreich empfunden habe, war der Blocktrainer von Roman. Schaut auch diesen gerne mal an, falls ihr mehr über das Thema lernen wollt.

Hier werden keine waghalsigen und unseriösen Prognosen zu Kurs-Rallyes abgegeben, sondern man erhält einen tieferen Einblick und ein besseres Verständnis für das Thema als solches.

Nachdem ich für mich zu dem Entschluss gekommen bin mich langfristig am Bitcoin zu beteiligen, auch wenn andere Altcoins vielleicht kurzfristig betrachtet ein größeres Rendite-Potenzial bieten, bin ich mit einem Kauf in Tranchen eingestiegen. Aus meiner Sicht ist das auch in der aktuellen Zeit der besten Weg, um die Volatilität auszugleichen und um einen guten Durchschnittskostenpreis zu erzielen.

Beim Bitcoin habe ich mich persönlich (vorerst) gegen einen festen Sparplan entschieden. Stattdessen habe ich immer dann 1.000 Euro investiert, wenn der Kurs um mind. 10% vom ATH gesunken ist. Dadurch habe ich aktuell vier Tranchen gekauft, mit einem durchschnittlichen Einstiegskurs von 41.600 Euro.

Das entspricht aktuell einem Minus von 25% im Kurs. Doch als langfristig orientierter Anleger sehe ich darin aktuell kein Problem.

Für meine Käufe habe ich die Bison App von der Börse Stuttgart genutzt. Diese eignet sich aus meiner Sicht insbesondere für Einsteiger, die sich neu mit diesem Thema befassen und welche nur die größeren Coins im Krypto-Markt handeln wollen.

Die wichtigsten Vorteile:

  • Die App ist sehr übersichtlich und einfach zu verstehen
  • Die Einzahlung kann mit einer FIAT-Währung wie dem Euro erfolgen
  • Ein- als auch Auszahlungen sind kostenlos
  • Es gibt eine Sparplan-Option
  • Und es handelt sich um eine Plattform Made in Germany, also es wird auch ein gewisser Grad an Regulatorik und Sicherheitsstandards eingehalten im Vergleich zu im Ausland ansässigen Krypto-Börsen.

Aus meiner Sicht ist es eine Plattform die sich besonders gut für Neueinsteiger anbietet, die ihre ersten Erfahrungen im Krypto-Bereich sammeln wollen. Wenn Ihr meinen Affiliate-Link nutzt (Code: dzh8ge), dann bekommt ihr zum Start 15 Euro in Bitcoin (BTC) als Bonus ausgezahlt.


Schreibt mir gerne in die Kommentare ob ihr bereits in Kryptowährungen wie Bitcoin investiert seit. Wenn ja, warum? Und falls nicht, was hält euch bis jetzt davon ab? 


Mein erstes Bitcoin Investment als Video ansehen


Weitere Informationen zu besprochenen P2P Plattformen

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