Seit Januar 2019 ist das P2P Portfolio Update ein regelmäßiges Format auf meinem Blog. Hier bekommen Investoren auf monatlicher Basis einen transparenten Einblick zu den Entwicklungen meines persönlichen P2P Kredite Portfolios, inkl. Einnahmen, Performance, Transaktionen und Wertentwicklung.
Außerdem gehe ich auf mögliche Veränderungen oder Anpassungen bei den P2P Plattformen in meinem Portfolio ein. Ausführliche Plattform-Analysen gibt es auf der Seite P2P Kredite Erfahrungen.
Für tagesaktuelle Informationen empfehle ich meinem Telegram-Kanal oder aber meinem WhatsApp-Kanal zu folgen. Dort gibt es immer zeitnahe Reaktionen, Bewertungen und Einschätzungen, sobald es neue Entwicklungen gibt.
P2P Kredite Portfolio Update: März 2026
So sieht aktuell mein persönliches P2P Kredite Portfolio zum Zeitpunkt Ende Februar 2026 aus.
Einnahmen
Im Februar 2026 konnte ich 1.428 Euro an Einnahmen durch mein ausstehendes P2P Kredite Portfolio erzielen. Trotz weiterhin ansteigendem Portfoliowert entspricht das jedoch nur den historisch betrachtet fünfthöchsten Einnahmen, die ich in achteinhalb Jahren mit meinem P2P Portfolio erzielen konnte.
Wenig verwunderlich gab es daher im Vormonat auch keine neuen Bestwerte in Bezug auf meine persönlichen Einnahmen bei einzelnen P2P Plattformen.
Performance
Die beste Gesamt-Performance in meinem P2P Portfolio, die kommt derzeit mit 17,5% von Nectaro. Der Grund für die überdurchschnittlich gute Rendite ist mein aktiverer Investment-Ansatz, welcher auf die diversen Bonus-Kampagnen ausgelegt ist.
Auf dem zweiten Platz liegt Debitum mit glatten 14%, gefolgt von Afranga mit 13,7% und Income Marketplace mit 13,1%.
Ebenfalls positiv: 9 von 13 Plattformen in meinem Portfolio weisen derzeit eine zweistellige Rendite aus, wobei Bondora Go & Grow und Monefit SmartSaver ebenfalls inkludiert sind.
Transaktionen
Im Vormonat gab es insgesamt fünf neue Transaktionen in meinem P2P Portfolio.
Einzahlungen: 7.000 Euro
- Monefit SmartSaver: 5.000 Euro. Das Geld fließt weiterhin nur in das Hauptkonto, welches mit 7,5% APY verzinst wird, um nach Möglichkeit von der maximalen Liquidität zu profitieren.
- Twino: 2.000 Euro. Meine Position bei Twino wird weiterhin aufgebaut. Die neuen Gelder werden in die polnischen Asset-Backed-Securities investiert, welche bei einer Laufzeit von 12 Monaten mit 12% verzinst werden.
Auszahlungen: 2.500 Euro
- Nectaro: 1.000 Euro. Bis zur nächsten Bonus-Kampagne werden die freien Mittel auf Nectaro abgezogen. Unabhängig davon würde ich das Portfolio ab einem Wert von ca. 8.000 Euro wieder aktivieren.
- Crowdpear: 1.000 Euro. Im letzten Monat kam es gleich zu mehreren Rückzahlungen. Entsprechend viele Mittel konnten daher im Februar abgezogen werden.
- Esketit: 500 Euro. Gleiches Bild bei Esketit. Bis auf weiteres werden Rückzahlungen aus dem “Irland-Portfolio” abgehoben.
Insgesamt lag das Netto Ein- und Auszahlungsverhältnis im Vormonat bei 4.500 Euro.
P2P Portfolio
Der Wert meines ausstehenden P2P Kredite Portfolios hat sich im Februar 2026 von 192.977 Euro auf 198.306 Euro erhöht. Der auf Liquidität ausgerichtete Anteil meines P2P Portfolios, bestehend aus Bondora Go & Grow und Monefit SmartSaver, der hat dabei 46.337 Euro ausgemacht (23,4%).
P2P Kredite News: März 2026
Nachfolgend gibt es eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem P2P Kredite Umfeld. Wie immer liegt der Fokus hierbei auf den P2P Plattformen in meinem persönlichen Portfolio. Details zu aktuellen Kreditgeber-Entwicklungen gibt es auf dieser Seite.
PeerBerry mit neuen Sekundärmarkt-Regeln
PeerBerry hat den vorübergehend pausierten Sekundärmarkt wieder reaktiviert und dabei einige neue Regeln implementiert. So können alle Kredite nur noch zum Basiszinssatz verkauft werden. Der zusätzliche Zinsbonus, für die Investoren mit Treueprogramm, entfällt demnach beim Verkauf.
Eine deutliche Einschränkung erfolgt für Investoren hingegen mit der Regel, dass Kredit-Investitionen erst nach 180 Tage Haltedauer auf dem Sekundärmarkt wieder verkauft werden können. Der gleiche Zeitraum wird zudem für Käufer angewandt, die Investitionen über den Sekundärmarkt kaufen.
Dennoch findet PeerBerry problemlos Abnehmer für das jetzt wieder leicht ansteigende Kreditangebot. Das verwaltete Portfolio erreichte Ende Februar einen neuen Rekordwert von 118,2 Mio. Euro.
Income Marketplace arbeitet an Sekundärmarkt-Einführung
Income Marketplace hat sein ausstehendes Portfolio auf 26+ Mio. Euro steigern können. Die Inkassoquote, bedingt durch den Clickcash-Ausfall (noch 88.000 Euro offen) liegt somit bei 0,33%. CEO Lavrenti Tsudakov kommunizierte, dass der estnische Marktplatz, aufgrund der Priorisierung auf die Sekundärmarkt-Entwicklung (“we expect to move into testing soon”) im Februar keine Überbrückungszahlungen leisten werde.
Mintos sammelt 2,8 Mio. Euro ein + Einführung “Investmentplan”
Mintos konnte, im Rahmen der jüngsten Finanzierungsrunde, ca. 2,8 Mio. Euro von knapp 6.000 Investoren einsammeln. Mit dem Geld plant Mintos in dem kommenden 12 bis 18 Monaten eine Banklizenz bei der Europäische Zentralbank (EZB) zu beantragen. Sollte es dazu kommen, könnte Mintos in Zukunft Bankprodukte mit Einlagensicherung anbieten und das Produktangebot weiter ausbauen.
Außerdem wurde mit der Einführung von Investmentplänen ein neues Feature auf dem P2P Marktplatz vorgestellt. Dadurch können Investoren jetzt wiederkehrende Überweisungen für die automatisierten Portfolios (Core Loans, Custom Loans, High-Yield Bonds Portfolio und ETF-Portfolio) einstellen. Möglich auszuwählende Frequenzen sind dabei wöchentlich, alle zwei Wochen, monatlich oder alle drei Monate.
Für die Eirichtung muss beim automatisierten Portfolio lediglich „Investmentplan“ ausgewählt, sowie das Datum, die Häufigkeit und die zu überweisende Summe festgelegt werden. Mit der Einführung der Investmentpläne verfügt nun jedes automatisierte Portfolio über ein eigenes Bargeld-Wallet. Die Gelder werden somit nicht mehr vom Gesamt-Kontostand genommen, weshalb bei den Core Loans und den Custom Loans die Funktion „Verfügbar halten“ eingestellt worden ist.
Afranga führt “SaveSmart” ein + Stikcredit Kredite für 16%
Afranga hat mit „SaveSmart“ ein neues und festverzinsliches Anlageprodukt eingeführt. Hierbei können Investoren, in Abhängigkeit von der gewählten Laufzeit, eine Rendite von 8% (3 Monate), 10% (6 Monate) oder 12% (12 Monate) erzielen. Die Zinsen werden dabei monatlich ausgezahlt, während das Kapital zum Ende der Laufzeit zurückgezahlt wird. Ein vorzeitiger Verkauf der Investition ist nicht möglich.
Aktuell erfolgen die Investitionen in Form von privaten Darlehen an den bulgarischen Kreditgeber Stikcredit. Weitere Kreditgeber könnten in der Zukunft hinzugefügt werden.
Wer seinen Fokus eher auf Rendite und weniger auf Liquidität legt, der kann noch bis zum 31. März 2026 in 16% verzinste Kredite von Stikcredit investieren, die mit einer Laufzeit von 36 Monaten angeboten werden.
Debitum Kreditgeber LFDF mit 1,5 Mio. Euro Gewinn in 2025
Der Latvian Forest Development Fund (LFDF), aktuell der größte Kreditgeber auf Debitum, hat ungeprüfte Geschäftszahlen für 2025 veröffentlicht. Demnach habe man 33,2 Mio. Euro in die Akquise von 659 Waldgrundstücken investiert, die eine Fläche von 6.430 Hektar umfasst haben. Operativ wurde ein Nettogewinn von 1,6 Mio. Euro erzielt, während sich die Eigenkapitalposition auf ca. 3 Mio. Euro verdoppelt hat.
TWINO zahlt 1+ Mio. Euro an russischen Krediten zurück + Deep Dive Analyse
Im Februar hat TWINO seinen Investoren angeboten die ausstehenden Forderungsrechte russischer Darlehen, für einen Abschlag von 20%, an den SIA FINNO Mutterkonzern zu übertragen. Dafür wurde eine Cash-Position von 200.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Im aktuellen Interview mit dem TWINO CEO sprach dieser jedoch von einer Nachfrage, die vier bis fünf Mal so hoch wie erwartet sei.
Wie dem aktuellen Portfolio-Update entnommen werden konnte, hat TWINO zuletzt ca. 1,13 Mio. Euro an russischen Forderungen zurückgezahlt. Für die jetzt noch 800.000 Euro an verbleibenden Forderungen zeichnet sich nun ein Rückzahlungszeitraum bis Ende des Jahres 2026 ab.
Damit hätte TWINO, unter der Führung von CEO Nauris Bloks, die nächste Baustelle der Plattform erfolgreich abgearbeitet.
In meiner aktuellen Deep Dive Analyse zu TWINO bin ich auf die konkreten Veränderungen seit dem CEO-Wechsel im April 2025 eingegangen, wohin sich die Plattform im Jahr 2026 entwickeln wird und ob sich ein Investment jetzt wieder lohnen könnte.
Estateguru mit Update zu Rückgewinnungen in 2025
Estateguru hat in einem Artikel neue Einblicke bezüglich der Rückgewinnungen in den einzelnen Märkten gegeben. Demnach habe man in seiner Historie bereits 63 Mio. Euro an ausgefallenen Krediten zurückgewonnen. Davon entfallen 14,8 Mio. Euro auf 2024 und 7,5 Mio. Euro auf 2025. Zusätzlich wurden letztes Jahr drei litauische Forderungen für 5,3 Mio. Euro verkauft, wobei die endgültige Abwicklung erst im Herbst 2026 erfolgen soll.
Dem gegenüber steht ein monatlicher Kostenapparat von 100.000 Euro bis 150.000 Euro (1,7 Mio. Euro in 2025), welcher für das Management der ausgefallenen Kredite aufgewendet werde. Das beinhalte unter anderem Honorare für Rechtsanwälte und Makler, Gerichtsvollzieherkosten sowie Aufwendungen für Versicherungen, das Insolvenzmanagement und die Absicherung von Sicherheiten.
In Deutschland selbst sieht man die Schuld in der Marktentwicklung und dem sich wirtschaftlich verschlechterndem Umfeld. Bis heute konnten erst fünf Kredite vollständig abgeschlossen werden, während im ersten Halbjahr 2026 noch drei bis fünf weitere folgen sollen.
Am Ende muss man festhalten, dass es nicht wirklich viele und neue Informationen gab. Bezogen auf den finanziellen Aufwand, den Estateguru im Rahmen der Rückgewinnungen betreibt (1,7 Mio. Euro), ist das Ergebnis (7,5 Mio. Euro) als eher ernüchternd einzustufen. Mit knapp 130 Mio. Euro an ausgefallenen Krediten und einer Inkasso-Quote von mehr als 60% besitzt Estateguru weiterhin die schlechteste Portfolio-Qualität aller noch aktiven Plattformen im Marktumfeld.
Esketit kauft 30% der ausstehenden Irland-Forderungen zurück
Im November 2025 hat Esketit kommuniziert, dass man bis zu 30% der ausstehenden Esketit-Irland-Forderungen bis einschließlich März 2026 zurückkaufen werde. Gemäß der P2P Plattform wurde dieser Prozess am 27. Februar 2026 erfolgreich abgeschlossen. Demnach sind ca. 12.9 Mio. Euro vorzeitig an 8.102 betroffene Investoren zurückgezahlt worden.
An dieser Stelle soll aber noch nicht Schluss sein, denn Esketit plant bis Ende des Jahres weitere Kredite aus dem Irland-Portfolio vorzeitig abzulösen. Konkret plane man bis Ende 2026 weitere 21,7 Mio. Euro zurückzukaufen. Damit würden sich die gesamten Rückzahlungen auf 34,6 Mio. Euro belaufen, was nahezu 80% des ursprünglichen Irland-Portfolios entsprechen würde.
Neuer Kreditgeber auf Lendermarket + Gebühren-Update
Der kolumbianische Kreditgeber RapiCredit expandiert mit seinem Geschäftsmodell nach Spanien. Die Konsumkredite werden auf Lendermarket mit einer Verzinsung von bis zu 15% angeboten, bei einer Laufzeit von 30 bis 180 Tagen. Auch die klassische Rückkaufgarantie soll dabei Anwendung finden. Weil der Kreditgeber erst im November 2025 gegründet worden ist, liegen aktuell noch keine Geschäftszahlen für eine Bewertung der finanziellen Stabilität vor.
Zeitgleich hat Lendermarket bekanntgegeben, dass ab dem 09.03.2026 sämtliche Gebühren auf der Plattform entfallen werden. Zuvor gab es eine 2 Euro Auszahlungsgebühr (ab der zweiten Auszahlung pro Kalendermonat), sowie eine Transaktionsgebühr von 1,95% für Einzahlungen und Auszahlungen via Karte.
Martin Stibor wird neuer CEO bei Bondster
Der tschechische P2P Marktplatz Bondster hat mit Martin Stibor einen neuen CEO vorgestellt. Dieser verfügt über langjährige Erfahrungen im Investmentmanagement und in der strategischen Finanzplanung. Vor war Bondster war er unter anderem für sechs Jahre bei CEP Invest tätig, wo er für die Bewertung börsennotierter als auch privater Investmentmöglichkeiten sowie für die Koordination von Investitionsprozessen verantwortlich war.
Swaper stellt neuen CEO vor
Die estnische P2P Plattform Swaper hat Aigars Boruks zum neuen CEO ernannt. Er folgt damit auf Indrek Puolokainen, der die Position seit 2020 innehatte. Aigars verfügt bereits über mehr als 16 Jahre Berufserfahrung im Fintech, Banking und Audit-Bereich. In den letzten Jahren hat er zudem P2P-Plattformen in Fragen der Unternehmensführung und Geschäftsentwicklung beraten.
Mit Blick auf die Zukunft plant er das Netzwerk an Kreditgebern auf Swaper auszubauen. Gleichzeitig soll die Plattform durch mehr Funktionalität, Automatisierung und fortschrittlichere Portfolio-Tools weiter verbessert werden.
Hi, ich bin Denny! Auf diesem Blog, den ich im Januar 2019 gestartet habe, helfe ich Investoren dabei kluge und gut informierte Investitionsentscheidungen im Bereich der Geldanlage P2P Kredite zu treffen. Dafür beschäftige ich mich ausführlich mit den tagesaktuellen Geschäftsentwicklungen und dem übergeordneten Rendite- und Risikoprofil der einzelnen P2P Plattformen.
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