7Harvests: Ex-Hive5 CEO gründet Schweizer P2P Plattform

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Mit „7Harvests“ gibt es jetzt eine neue P2P Plattform im Marktumfeld. Diese bietet nach eigenen Angaben Konsumenten-, KMU- und Immobilienkredite aus mehreren Ländern ab 50 Euro Mindestanlage an. Beworben werden Renditen von 15%, sowie zusätzlich Treue- und Empfehlungs-Boni von bis zu 3%.

Warnsignal #1: 7Harvests wirbt auf der Startseite prominent mit „Swiss regulated“. Im Kleingedruckten Footer-Bereich steht dagegen nur, dass die VQF-Lizenz als Anschluss an eine Schweizer Selbstregulierungsorganisation (SRO) erst beantragt ist. Scheinbar wird hier ein ähnlicher Umweg wie bei Maclear gewählt, um somit der Europäischen Crowdfunding-Lizenzierung zu umgehen.

Warnsignal #2: Gründer und Chairman von 7Harvests ist der Litauer Ricardas Vandzinskas. Dieser wurde 2020 als CFO bei der Aventus Gruppe eingestellt und noch vor Ablauf der Probezeit wieder freigestellt. Im Anschluss war er CEO und Mitbegründer der Hive5-Plattform, an der er 35% der Anteile hielt. Unter seiner operativen Führung gab es öffentliche Falschaussagen zur Profitabilität der Plattform, gekaufte Trustpilot-Bewertungen und juristische Schritte gegen kritische Berichterstattung. Seine Anteile wurden 2025 an die Ruptela-Group verkauft, dem Unternehmen von Hauptgesellschafter Andrius Rupšys.

Fazit: Abseits der jungen Historie sollten die bestehenden Warnsignale ein deutlicher Fingerzeig im Hinblick auf das Risikoprofil der neuen Plattform sein. Eine aktive Bewerbung oder Monetarisierung von 7Harvests via re:think P2P wird kategorisch ausgeschlossen.