Debitum Flow: 8% für fünf Jahre auf ungeklärter Basis

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Debitum hat mit Flow ein neues Liquiditätsprodukt gestartet. Beworben werden 8% pro Jahr bei täglicher Zinsgutschrift, ab 10 Euro Mindestanlage und ohne Ausstiegsgebühr. Auszahlungen bis 1.000 Euro sollen in der Regel am nächsten Werktag erfolgen, pro Woche sind maximal 5.000 Euro möglich.

Zum Start fließt das Geld in LFDF II Senior Notes. Also in exakt die Struktur, zu der ich seit über einem halben Jahr eine unabhängige Überprüfung der Transaktionspreise einfordere. Passiert ist bis heute nichts, außer Ausflüchten, warum eine solche Prüfung angeblich nicht möglich sei.

Wichtig zur Einordnung: Die Laufzeit der zugrundeliegenden Notes beträgt fünf Jahre. Ein vorzeitiger Ausstieg kann laut Debitum lediglich beantragt werden und hängt von der verfügbaren Liquidität ab. Im ungünstigen Fall bedeutet das 60 Monate Bindung bei 8% Rendite.

Auffällig ist zudem die Liquiditätsmechanik. Auszahlungswünsche laufen in eine Warteschlange und werden nach dem Windhundprinzip bedient, finanziert aus neuen Flow-Investments. Ergänzt wird das durch einen Puffer des Finanzierungspartners, der laut Debitum zum Start rund 335 Euro je 1.000 investierter Euro beisteuert. Bedeutet im Klartext, dass rund drei Viertel der Auszahlungsfähigkeit von frischem Geld anderer Anleger abhängen.

Fazit: Ein Produkt mit Tagesgeld-Optik ab 10 Euro, das im Kern eine Fünfjahresanleihe auf ein Portfolio mit ungeklärter Bewertung ist. Solange die LFDF-Prüfung aussteht, ändert daran auch die MiFID-II-Verpackung nichts. Ich werde Debitum Flow entsprechend nicht bewerben und auch selbst nicht investieren.