Creditstar Group: Rekordgewinn; Verschuldung und Liquidität im Grenzbereich!

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Die Creditstar Group AS, Strippenzieher hinter Lendermarket und Monefit SmartSaver, hat einen testierten Konzernabschluss der Gruppe für 2025 veröffentlicht. Dieser wurde von KPMG erstellt und gemäß IFRS-Standards geprüft. Demnach konnte man im letzten Jahr einen Gewinn von 13,5 Mio. Euro erwirtschaften. Nach einem kleinen Rückgang in 2024 konnte somit die Profitabilität auf ein neues Rekordniveau gebracht werden.

Gleichzeitig ist das Netto-Kreditportfolio auf 482 Mio. Euro angewachsen, wobei sich der Anteil an P2P-Finanzierungen von 145 Mio. Euro auf 285 Mio. Euro fast verdoppelt hat. Wie groß der Anteil ist, der dabei auf Monefit SmartSaver entfällt, wurde nicht kommuniziert.

Bei den Bilanzkennzahlen zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Gesamtkapital-Rendite hat sich von 2,2% auf 3,0% verbessert, ebenso die Wertberichtigungsquote, die von 15,2% auf 9,7% gesunken sind. Das allerdings auch deshalb, weil mit 25,9 Mio. Euro auch deutlich mehr notleidende Kredite abgeschrieben wurden als noch 2024 (1,8 Mio. Euro). Auf der anderen Seite sank das Eigenkapital von 19,2% auf 15,6% und auch der Verschuldungsgrad ist von 4,2 auf 5,4 angestiegen.

Besonders hier wird es interessant: Für das Netto-Verschuldungs- vs. Eigenkapital-Verhältnis (Faktor 4,86) gibt es in den Finanzierungsverträgen einen Covenant, der bei maximal 5,0 liegt. Bei fortgesetztem Bilanzwachstum ohne proportionalen Eigenkapitalaufbau droht 2026 ein Covenant-Bruch, der Anleihegläubigern ein außerordentliches Kündigungsrecht und eine sofortige Rückzahlung einräumen würde (Note 17).

Bei einem Unternehmen mit 90 Mio. Euro an Anleihen im Umlauf wäre das im Extremfall ein Liquiditätsschock, der die Refinanzierungsfähigkeit sofort testen würde. Sollte die ohnehin niedrige Liquiditätsquote (0,4) in einem solchen Szenario weiter unter Druck geraten, könnte das Risiko von Auszahlungsschwierigkeiten oder Auszahlungslimits bei Monefit SmartSaver deutlich erhöht sein. Was Creditstar „gerettet“ hat ist der hohe Cash-Bestand von 46,8 Mio. Euro, der unter anderem durch eine neue Anleihen-Emission aufgebessert werden konnte (Vergleich Ende 2024: 6,6 Mio. Euro).

So oder so, konservativ-ausgerichtete Anleger sollten ihre Sensoren schärfen und die Verkraftbarkeit möglicher Liquiditätseinschränkungen für das eigene Portfolio genau prüfen.