Bondora hat den lange erwarteten Geschäftsbericht für 2025 veröffentlicht, der erneut von der KPMG erstellt und gemäß IFRS-Standard geprüft worden ist. Die Zahlen sind dabei mehr als beindruckend. Der Umsatz ist um 19% auf 62,7 Mio. Euro angestiegen, das Kreditportfolio ist um 16% auf 697 Mio. Euro angewachsen und auch der Nettogewinn hat sich mit 9,5 Mio. Euro fast verachtfacht!
Auch die Bilanzkennzahlen sind durchweg positiv. Sowohl die Eigenkapitalquote (74,7%), der Verschuldungsgrad (0,34) als auch der Liquiditätsgrad (3,18) befinden sich allesamt in einem starken Bereich.
Relativierend sollte erwähnt werden, dass der verhältnismäßig große Gewinnanstieg – und somit auch einige Bilanzkennzahlen – von einem einmaligen Sondereffekt profitiert haben. Dabei handelt es sich um den Verkauf notleidender finnischer Kredite an einen institutionellen Investor. Ein Teil des Kaufpreises ist zwar erst in bis zu drei Jahren fällig (steht als „langfristige Forderung“ mit 2,65 Mio. Euro in der Bilanz), Bondora selbst hat den Investoren aber offenbar bereits den vollen Betrag (in unbekannter Höhe) ausgezahlt.
Der Bericht selbst nennt keine konkrete Zahl, wie groß dieser Sondereffekt am Gesamtgewinn gewesen ist. Das soll die Leistung von Bondora nicht schmälern, ohne die konkrete Höhe des Sondereffekts lässt sich der „echte“ und wiederkehrende Gewinn allerdings nicht exakt beziffern.

