In Spanien wird mitten im Wahlkampf das Wohnrecht umgebaut. Für Indemo ist das relevant, weil die Plattform spanische Hypothekenforderungen mit Abschlag kauft und das Geld über die Verwertung zurückholt. Am Ende dieser Verwertung kann die Übernahme der Immobilie stehen. Genau dort setzen die neuen Regeln an.
Konkret geht es um zwei Punkte. Erstens dürfen Wohnimmobilien nicht unter 70% ihres Wertes gekauft werden. Indemo liest das so, dass die Regel für Immobilien gilt und nicht für Forderungen. Wichtig wird sie erst, wenn der Gläubiger die Immobilie übernimmt. Zweitens der Räumungsstopp. Dieser gilt laut Indemo nur für Bewohner in sozialen Notlagen ohne andere Wohnung. Beides ist die Lesart der Plattform, gerichtlich geprüft ist sie nicht.
Die neuen Fassungen RDL 28/2026 und RDL 29/2026 sind noch nicht beschlossen. Gewählt wird am 29. November.
Für Anleger ändert sich am Produkt zunächst nichts. Das Risiko liegt in der Zeit. Dauert eine Verwertung länger, sinkt die jährliche Rendite, auch wenn am Ende die volle Summe zurückfließt. Indemo rechnet selbst mit Verzögerungen in Einzelfällen und verweist darauf, dass die Übernahme der Immobilie nur einer von mehreren Wegen ist. Vergleich, Zwangsversteigerung und Verkauf der Forderung bleiben von der 70%-Regel unberührt.
